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Die Muschel schadet dem Ökosystem
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 10.06.2020.
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Hallwilersee bedroht Aargau kämpft gegen schädliche Quagga-Muschel

Vielerorts eine Problem-Muschel: Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum. Seit 2015 gibt es sie jedoch auch in der Schweiz. Sie kam vermutlich mit grossen Transportbooten, als Larve im Balastwasser zu uns. Seither breitet sie sich rasant aus. Unter anderem hat sie sich bereits im Bieler-, Boden, und Genfersee angesiedelt.

Muschel setzt Fischen zu: Die Muschel vermehrt sich dort so stark, dass die Muscheln Rohre verstopfen oder auch Filter in Trinkwasseranlagen beschädigen. Zudem verzehren sie viele Algen. Dadurch bleibt für die Fische weniger zu Fressen übrig, und für die Fischer gibt es weniger Ertrag. Im Hallwilersee droht das gleiche Problem. «Zudem könnten sich Badegäste an den toten Muschelschalen auch die Füsse aufschneiden», sagt Lukas De Ventura von der Aargauer Abteilung für Umwelt.

Muscheln an einem Rohr
Legende: Im Genfersee haben sich die Muscheln bereits stark ausgebreitet. Eawag, L. Haltiner

Hallwilersee bisher verschont: Im Aargauer See ist die Quagga-Muschel bisher noch nicht aufgetaucht. Trotzdem reagiert jetzt der Kanton. Denn hat sich die Muschel einmal angesiedelt, könne man sie nicht mehr tilgen und es entstünden laufen Kosten zur Schadensbegrenzung, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Aargau.

Wir müssen es einfach probieren.
Autor: Lukas De VenturaAbteilung Umwelt Kt. Aargau und Projektleiter Hallwilersee-Sanierung

Waschplätze für Boote: Es sind gut zwei Waschplätze am See geplant. Hier sollen Bootsbesitzer ihre Boote reinigen, bevor sie einwassern. Bestenfalls gelingt das Erstellen der Plätze schon diesen Sommer, heisst es beim Kanton. Dazu werden Tafeln errichtet und Bootsbesitzer direkt angeschrieben. Im Aargau benötigt man nämlich eine Bewilligung, wenn man sein Motorboot zum Beispiel für eine Saison wassern möchte. «Aus den Erfahrungen am Pfäffikersee wissen wir, dass solche Massnahmen (Waschplätze, Tafeln) funktionieren. Wir müssen es einfach probieren», sagt Lukas De Ventura vom Kanton Aargau.

Muscheln werden mittransportiert: Die Quagga-Muschel reist meist als blinder Passagier am Rumpf von Booten oder im Kühlwasser mit. Dadurch gelangen sie von einem Gewässer zum anderen. Auch andere Muscheln könnten auf diese Weise queer durch die Schweiz transportiert werden, warnt das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag. Deshalb rät das Institut die Boote vor jedem Transport zu reinigen oder mehrere Tage trocknen zu lassen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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