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Legende: Audio Sport-Auspuffanlagen sorgen für Lärm in Aarau abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
04:13 min, aus Echo der Zeit vom 24.04.2019.
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Hohe Lärmbelastung im Aargau Heulende Motoren torpedieren den Lärmschutz

  • 175 Millionen Franken hat der Kanton Aargau bisher für die Lärmsanierung der Strassen ausgegeben.
  • Trotzdem bleibt die Lärmbelastung hoch, wie Messungen in diesem Monat zeigen.
  • Laut dem Baudepartement sei das Fahrverhalten von Sportwagen- und Motorradfahrern schuld.

Aarau an einem sonnigen Nachmittag. Junge Männer fahren mit ihren Sport-Auspuffanlagen der zentralen Bahnhofstrasse entlang. Die BMWs, Mercedes und Audis sind ihr ganzer Stolz.

Sie drücken kurz aufs Gas, die Motoren heulen auf und die ganze Bahnhofstrasse hört es. «Laute Autos haben mich schon als kleines Kind fasziniert», sagt einer der jungen Männer. Er hat 800 Franken in seine Auspuffanlage investiert.

Behörden können wenig gegen Lärm tun

Wenig Verständnis dafür hat man beim Aargauer Baudepartement. Lärmsanierer Hanspeter Gloor sagt: «Jeder soll eine gewisse Freiheit haben, aber wenn man jemand anders dauernd stört, ist dies nicht mehr gerecht.»

Die Behörden können jedoch kaum etwas dagegen unternehmen. Zwar könnte man einen Autofahrer büssen, der einen Motor aufheulen lässt. In der Praxis ist dies jedoch aufwändig.

Lärmige Auspuffe ganz zu verbieten geht auch nicht, so Gloor. Die Schweiz müsse sich hier an das EU-Recht halten.

Genf will Lärmradar

Aber nicht alle Kantone wollen einfach tatenlos zuhören. Das Genfer Parlament möchte der Polizei die Möglichkeit geben, Lärmverursacher besser zu büssen. Ähnlich wie ein Geschwindigkeitsradar soll es ein Gerät geben, das den Lärm der Autos automatisch misst. Das Problem ist jedoch, ein solches Gerät muss zuerst noch entwickelt werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Wer am Benkerjoch unterwegs ist, sieht oft ein paar wenige Hirnis, die den halben Tag lang, die drei Kilometer Passstrasse hoch und runter heizen, mit Auspuffanlagen zu gäussen. Nun... es gibt Überlegungen, das Benkerjoch entweder für Töffs ganz zu schliessen oder dann am Wochenende und Abends auf 40km/h zu begrenzen. Schuld tragen 3-4 Unverbesserliche, der Rest der anständigen Fahrer darf es ausbaden. Vielleicht braucht es auch von Seiten der Töffclubs etwas mehr Hirnschmalz und Engagement.
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  • Kommentar von Paul Meier (Paul Meier)
    Ich hatte über die Ostertage das Vergnügen, auf dem Sitzplatz an einer Ausfallstrasse das Tröhnen der Motoräder zu geniessen. 50 Meter vor der Endfünfzigertafel, wird voll aufgedreht, um die 300 Meter bis zur 60 Tafel einen Höllenlärm zu verursachen. Diese Freizeitbeschäftigung ist wirklich zu einer Landplage geworden. Es geht auch anders. Es gibt Töffs, die mit einem "Säuseln" die gleiche Strecke befahren. Denen Danke ich für die Rücksichtnahme. Zur Nachahmung wird dringend empfohlen.
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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Blödsinn: Kein Auto mit verbauten steuerbaren Auspuffklappen kommt durch die Zulassung. Solche Karren werden in D nach Lärmmessungen der Polizei mit dem Dezibelmeter zum Tüf abgeschleppt. Drei Tage später bekommt der Halter den Zustandsbericht und ist dann einige Euros los. Zusätzlich Abschleppkosten und Rückbaukosten.
    Es braucht nur den Willen der Polizei.
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