Hunzenschwil: Mit Betonsockel Weiche blockiert

Erneut haben Unbekannte in der Region den Bahnverkehr gestört. Am frühen Sonntagmorgen wurde bei Hunzenschwil mit einem Betonsockel eine SBB-Weiche blockiert. Der Sockel wurde entdeckt und entfernt, bevor ein Zug auf der Strecke war. Dennoch schrammte die SBB an einem gröberen Unfall vorbei.

Schienen vor der Einfahrt zum Bahnhof SBB in Basel am Montag, 13. Januar 2014. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Diesmal war eine Weiche das Ziel der unbekannten Täter, die eine Betonplatte dort platzierten (Symbolbild). Keystone

Die Kantonspolizei Aargau spricht von einem «kriminellen Akt», wie Sprecher Max Suter gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn ausführt: Unbekannte haben am frühen Sonntagmorgen beim Bahnhof Hunzenschwil mit einem Betonsockel in eine Weiche blockiert. Den Sockel hatten sie zuvor in der Nähe der Geleise entfernt.

Sockel zufällig rechtzeitig entdeckt

Der Lokführer eines Dienstzuges, der am Morgen wegen Unterhaltsarbeiten auf der Strecke war, entdeckte den Betonsockel. Dies allerdings nur, weil er langsam und auf Sichtdistanz fuhr. «Das könnte natürlich verheerende Folgen haben, wenn ein Zug mit voller Geschwindigkeit dort vorbeifährt», erklärt SBB-Mediensprecher Stephan Wehrle. «Ein leichter Zug könnte dabei entgleisen.»

Die Kantonspolizei Aargau hat laut Sprecher Max Suter noch keine Hinweise zur Täterschaft und sucht Zeugen. Ob es einen Zusammenhang gibt mit dem Vorfall in Recherswil, kann Suter nicht sagen. Sicher sei dies «kein einfacher Lausbubenstreich», fügt Suter an.

Am 26. August legten mehrere Personen in Recherswil eine Betonplatte auf die Schienen. Obwohl ein Zug darüber fuhr, passierte glücklicherweise nichts und es wurde niemand verletzt, da die Betonplatte zersprang. Die Polizei nahm daraufhin fünf Personen fest.

Laut SBB-Sprecher Stephan Wehrle will die SBB nun die beiden Fälle genau analysieren und sich überlegen, wie man solche Vorfälle künftig verhindern kann. Zudem wolle man dafür sorgen, dass das Blockieren von Schienen und Zugstrecken kein «Trend» wird. Wie man das tun will, dazu konnte die SBB noch keine Angaben machen.