IV-Stelle Solothurn deckt mehr und mehr Missbräuche auf

Im vergangenen Jahr konnte die IV-Stelle Solothurn durch Aufdeckung von Versicherungsmissbrauch rund 6,6 Millionen Franken an Rentenleistungen einsparen. Im ersten Halbjahr 2013 betragen die Einsparungen bereits 5,4 Millionen Franken. Die Tendenz ist seit 2008 steigend.

Die IV-Stelle Solothurn nimmt Meldungen aus der Bevölkerung zu mutmasslichem Versicherungsbetrug entgegen und prüft diese Hinweise. In ca. acht Prozent der Fälle leitet die IV-Stelle eine Observation des Leistungsbezügers in die Wege. Erhärtet sich der Verdacht, wird jeweils eine Strafanzeige eingereicht.

Wer trotz einer IV-Rente z.B. im Garten arbeitet, gerät in Solothurn schnell unter Verdacht des Versicherungsmissbrauchs. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer trotz IV-Rente zum Beispiel im Garten arbeitet, gerät in Solothurn bald unter Verdacht des Versicherungsmissbrauchs. Keystone

Die Meldungen aus der Bevölkerung beziehen sich auffallend häufig auf Personen, die trotz einer IV-Rente körperlich anstrengende Arbeiten verrichten. In den meisten Fällen handle es sich hier aber um Leute, die wegen psychischer Beschwerden eine Rente beziehen. Diese Personen dürften natürlich uneingeschränkt körperlich arbeiten, hält die IV-Stelle in einer Mitteilung vom Donnerstag fest.

Aktuell befänden sich etwas mehr als 100 Fälle in laufender Überprüfung, wie die IV-Stelle weiter schreibt.