Junger Filmemacher aus Oberwil-Lieli an Filmfestspielen Cannes

Der elfminütige Film «Bei Wind und Wetter» von Remo Scherrer aus Oberwil-Lieli feiert seine Premiere an den Filmfestspielen in Cannes. 2300 Filme wurden für den Wettbewerb «Cinéfondation Selection» eingereicht. Scherrers Film gehört nun zu den 18 ausgewählten Filmen.

Weisser Hintergrund, schwarz gezeichnete Menschen werfen Schatten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bild aus dem animierten Dokumentarfilm «Bei Wind und Wetter»- zvg/Hochschule Luzern

Der Film «Bei Wind und Wetter» ist ein animierter Dokumentarfilm. Er schildert die Kindheit eines Mädchens, dessen Mutter alkoholabhängig ist.

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Filmfestspiele Cannes

Die Filmfestspiele Cannes finden vom 11. bis 22. Mai statt. Das Festival wird dieses Jahr besonders glamourös werden. Denn den Startschuss gibt Woody Allen mit seiner Komödie «Café Society». Auch seine Stars Steve Carell, Blake Lively, Corey Stoll und Parker Posey sind mit von der Partie.

Remo Scherrer produzierte ihn als Abschlussfilm für seinen Master an der Hochschule Luzern «Design und Kunst».

Für den Wettbewerb «Cinéfondation Selection» wurden aus 2300 von internationalen Filmschulen eingereichten Arbeiten 18 Filme ausgewählt. Eine Jury vergibt einen Preis für die besten drei selektionierten Filme. Die Auswahl repräsentiert 15 Länder von drei Kontinenten.

Erinnerungen in schwarz-weissen Animationen

Im Zuge seiner Recherchen zum Thema Kinder alkoholabhängiger Eltern stiess Remo Scherrer auf die Therapeutin Wally Wagenrad. Ihre Jugend wurde von der Alkoholsucht der Mutter überschattet.

Remo Scherrer animierte Wagenrads Erinnerungen in hartem Schwarz-Weiss: «Die Animation eignet sich besonders, um eine anonymisierte Geschichte zu erzählen». Bewusst liess er Freiräume und Freiflächen. «Der Zuschauer muss die Geschichte fertig denken, die Leerräume füllen und die abstrakten Formen deuten.»