Kanton Aargau soll künftig auf die eigene Rechtsmedizin setzen

Der Kanton Aargau will seinen Vertrag mit dem Institut für Rechtsmedizin (IRM) in Bern auf Ende 2013 künden. Die rechtsmedizinischen Leistungen im Umfang von 2,5 Millionen Franken jährlich sollen künftig beim neuen IRM des Kantonsspitals Aarau bezogen werden. Geld wird damit aber nicht gespart.

Der Aargau ist künftig nicht mehr auf die Dienste des bernischen Instituts für Rechtsmedizin angewiesen. Dank einem geplanten eigenen Institut im Aarauer Kantonsspital soll der Kanton den Vertrag mit den Bernern deshalb künden.

Ein Rechtsmediziner mit Schutzbrille und Mundschutz tröpfelt mit einer Pinzette Blut in kleine Glasgefässe, um eine Probe zu analysieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Aargau hat künftig seine eigenes rechtsmedizinisches Institut (Symbolbild). Colourbox

Auch die zuständige Kommission für öffentliche Sicherheit des Aargauer Grossen Rates steht einstimmig hinter diesem Wechsel, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilt. Die Vorlage wird im Grossen Rat am 25. Juni beraten.

Für das Aarauer Institut konnten namhafte Persönlichkeiten aus dem Bereich der Schweizer Rechtsmedizin verpflichtet werden, heisst es.

Der Kanton Aargau wird grösster Kunde des neuen IRM Aarau. Er lastet das Institut zu 80 Prozent aus. 20 Prozent können an andere Kunden vergeben werden. Geld kann mit der Neuvergabe des Auftrages nicht gespart werden.