Kantonsspital Baden mit mehr Patienten und Millionen-Gewinn

Das Kantonsspital Baden hat 2015 mehr Patienten behandelt. Total waren es im ambulanten Bereich 88'855 (Plus 4 Prozent), im stationären Bereich waren es 19'154 (Plus 3 Prozent). Zudem weist das KSB einen Gewinn von 21 Millionen Franken aus. Erfreulich, aber auch nötig, findet CEO Adrian Schmitter.

Patient in Spitalbett. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Notfall des Kantonsspital ist gut ausgelastet. Hier hat man in das interdisziplinäre Notfallzentrum investiert. Keystone

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Fakten Jahreszahlen

  • Das KSB hat total 2157 Mitarbeiter.
  • Der Umsatz lag 2015 bei 319.7 Millionen Franken, der Gewinn bei 21 Millionen.
  • Das KSB plant einen Neubau, für 450 Millionen Franken. Dieser soll 2021 fertig sein.
  • Im Schnitt war ein Patient im KSB im Jahr 2015 für 5.65 Tage im Spital.

Für ein Spital mit fast 2200 Mitarbeitern sei ein solcher Gewinn nötig, um alles zu finanzieren, sagt Adrian Schmitter, CEO des Kantonsspitals Baden (KSB). Man müsse jährlich alleine für den normalen Unterhalt 6 bis 8 Millionen Franken einrechnen, so der CEO im Interview mit Radio SRF.

«Wir haben jüngere Chefärzte, das hat Erfolg, gerade in der Chirurgie oder der Orthopädie», erklärt Adrian Schmitter den Patientenzuwachs. Zudem sei der Notfall sehr gut ausgelastet. Hier habe man in das interdisziplinäre Notfallzentrum investiert, das habe sich gelohnt, so Schmitter weiter.

Das Kantonsspital Baden habe vergleichsweise wenig Chefärzte, sei schlank aufgestellt, deshalb sei ein Gewinn im Gesundheitssektor möglich. Zehn Chefärzte auf sechs Disziplinen, das sei eher wenig und effizient, erklärt Schmitter. 21 Millionen Gewinn seien bei einem Umsatz von rund 300 Millionen nicht mehr so gross, es sei erfreulich, und auch nötig, findet Schmitter

Man könne den Gewinn sicher gut brauchen für den geplanten Neubau. Dieser soll 450 Millionen Franken kosten und das Gebäude aus den 70er-Jahren ersetzen. Bis 2021 soll dieser stehen.