Kirchen-Fest zum Reformationsjahr wird billiger und kleiner

Ein Fest für 20'000 Gäste war geplant. 770'000 Franken hätte es kosten sollen. Doch das Parlament der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn fand die Kosten zu hoch und die Teilnehmerzahl zu ehrgeizig.

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Bildlegende: Luther-Denkmal in Wittenberg. Am 31. Oktober 1517 nagelte Luther dort seine Thesen an die Tür der Stadtkirche. Keystone

Das Fest soll im Reformationsjahr 2017 stattfinden. Dann werden es 500 Jahre her sein, dass Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses publizierte und so die Reformation anstiess.

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Die Solothurner Reformierten

Die Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn hat 650'000 Mitglieder, davon 40'000 im Kanton Solothurn. Die acht Kirchgemeinden im oberen Kantonsteil gehören dazu, also in den Regionen Grenchen, Solothurn, Bucheggberg und Wasseramt. Alle anderen Solothurner Reformierten bilden eine eigene Kirche, die Reformierte Kirche Kanton Solothurn.

Am Fest will die Reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn neue Visionen beschliessen. Es soll darum gehen, mit welchen Leitgedanken die Kirche in die Zeit nach 2017 gehen will.

Erwartungen zu hoch

«Zu teuer und zu ehrgeizig» sei der geplante Anlass, befand nun aber das Parlament der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn, das am Dienstag und Mittwoch tagte, und trat auf die Bremse.

Es liessen sich wohl keine 20'000 Teilnehmer für so ein Visions-Fest begeistern, meinte eine Mehrheit des Parlaments. Und die Kosten von 770'000 Franken seien nicht vertretbar. Nun wird das Fest redimensioniert.

Es wird trotzdem gefeiert

Auch wenn das Visions-Fest nun kleiner und billiger wird: Das Reformationsjahr 2017 wird trotzdem gefeiert. Das Parlament der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn hat 300'000 Franken beschlossen für eine auf zwei Jahre befristete Stelle, welche alle Projekte koordiniert.