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Der Kanton Aargau streicht den Friedensrichtern Kurse.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 21.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
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Kurse für Friedensrichter Sparen bei den Einsparern

Schlichtung gelingt meist: Wenn sich zwei Nachbarn um eine Hecke streiten, dann kommt beispielsweise ein Friedensrichter zum Einsatz. Er verhandelt zwischen den Parteien und versucht eine Lösung zu finden, «bei der beide Parteien eine mittlere Unzufriedenheit erlangen, aber mit der Lösung leben können», sagt Werner Zeller, Präsident der Aargauer Friedensrichter. In sechs von zehn Fällen gelingt dies auch. Ein teurer Gerichtsprozess wird damit verhindert.

Kanton kürzt Weiterbildungen: Doch ab dem nächsten Jahr kürzt der Kanton Aargau bei den Weiterbildungen der Friedensrichter. Statt jährlich findet der eintägige Kurs für alle 60 Friedensrichter neu nur noch alle zwei Jahre statt. Eine Minderheit der Justizkommission wollte dies zuletzt noch verhindern. Das Kantonsparlament wollte jedoch nichts davon wissen.

Friedensrichter sind unzufrieden: Dies kommt bei den Friedensrichtern gar nicht gut an. «Es wird viel gearbeitet für wenig Lohn», sagt Werner Zeller, Präsident des Aargauer Friedensrichterverbands. Die Kürzung würde eine mangelnde Wertschätzung zeigen.

Ich fordere Wertschätzung für die Friedensrichterinnen und Friedensrichter.
Autor: Werner ZellerPräsident Aargauer Friedensrichterverband

Kanton zeigt Verständnis: Bei der Justizleitung versteht man die Unzufriedenheit der Friedensrichter. Es sei jedoch keinesfalls ein Zeichen von niedriger Wertschätzung. Auch andere Laienrichter wie Bezirksrichter und Arbeitsrichter hätten nur alle zwei Jahre einen Weiterbildungstag. Es zeige sich hier, dass dies ausreiche, heisst es bei den Aargauer Gerichten. Deshalb mache man dies nun auch bei den Friedensrichtern so.

Kein Qualitätsverlust: Bei Fragen können sich diese auch weiterhin an die Bezirksgerichte wenden und würden dort gut unterstützt. Es käme also zu keinem Qualitätsverlust, ist die kantonale Justizleitung überzeugt. Dies sieht auch der Präsident der Aargauer Friedensrichter so. Man wolle motiviert und gut arbeiten, deshalb würden sich die Friedensrichterinnen und Friedensrichter in Zukunft ihre Informationen vermehrt auf anderem Weg als in den Weiterbildungstagen holen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Baumgartner  (e.baumgartner)
    Wenn Dummheiten dieser Art, von gescheiten Menschen beschlossen werden, ist es spannend genauer hinzusehen. Wer will den verhindern, dass die wichtigste Judikative Instanz, die FriedensrichterInnen, nicht besser ausgebildet werden ? Wohl kaum die vielfach überlasteten Gerichte, wohl kaum die streitenden Menschen, wohl kaum der finanzbewusste Kanton.
    Vielleicht hilft es, die Zusammensetzung (nicht nur die Politische) der Justizkommission anzuschauen? Gibt es da Interessenkonflikte?
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