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Warum auch Aargauer Ärzte Kurzarbeit anmelden müssen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 31.03.2020.
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Kurzarbeit wegen Corona Kurzarbeit in der Arztpraxis – ein Widerspruch?

Es gibt weniger zu tun: Restaurants oder Coiffeursalons mussten in der Corona-Krise schliessen. Andere Firmen meldeten Kurzarbeit an, weil es im Betrieb weniger zu tun gibt. Kurzarbeit anmelden, das müssen nun auch einige Arztpraxen. Warum haben die Mediziner weniger zu tun, obwohl sie doch in der aktuellen Situation zu den gefragtesten Helfern gehören?

Spezialisten und Hausärzte betroffen: Auch Hausärzte hätten momentan weniger zu tun, sagt etwa Severin Lüscher, der in Schöftland eine Gruppenpraxis mitbetreibt. Er hat ein Gesuch für Kurzarbeit eingereicht. Wo normalerweise täglich 100 Patientinnen und Patienten die Praxis besuchten, seien es aktuell noch 25. Um das Virus nicht zusätzlich zu verbreiten, würden viele nicht dringende Untersuchungen oder Operationen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, so Lüscher. Betroffen davon seien neben den Hausärzten vor allem Spezialisten wie Urologen, Physiotherapeuten oder Augenärzte.

Genügend im Spital: Mehrere solche Spezialisten finden sich im «Institut für Arbeitsmedizin» in Baden. Laut Leiter Dieter Kissling würden diese Ärzte momentan nur zu 50 Prozent arbeiten. Er habe ihnen den Hinweis gegeben, sie sollten sich beim Kanton melden für Einsätze in den Spitälern.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 31.3.2020, 6:32 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Rochus Schmid  (Rochus Schmid)
    Und wenn der Ansturm nicht kommt? Dann haben wir 100 Milliarden übers Ziel hinausgeschossen....Und in den Geschichtsbüchern wird es als die grösste Massen-Hyperreaktion beschrieben werden.
  • Kommentar von Remy Chenevard  (rechenev)
    Urologen oder Augenärzte als Leidtragende? Ich bin niedergelassener Spezialist, mein Betrieb ist auf 20-30% reduziert. Trotzdem habe mit dem Gesagten grosse Mühe. 1) Wir verdienen überdurchschnittlich 2) Wir werden mittelfristig zu den finanziell am wenigsten Betroffenen gehören

    Es ist für mich absolut selbstverständlich, dass ich in der jetzigen Situation 1) Keine öffentlichen Gelder beanspruche. 2) Meine Mitarbeiter regulär weiter anstelle. 3) Meinen Beitrag zur Pandemiebewältigung leiste
    1. Antwort von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
      Eigentlich sollte Ihre Haltung für Ärzte und Anwälte selbstverständlich sein. Es ist traurig, dass viele nicht wie Sie denken.
  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Irgendwie entlarvend, hätte nie gedacht, dass auf so viele Arztbesuche verzichtet werden kann. Es fehlt nur noch eine Studie, wie sich dies auf die Volksgesundheit auswirkt.
    1. Antwort von Bernd Lackner  (Blackdoc)
      Ich bin selbst Hausarzt, und verstehe nach wie vor nicht wieso es grundsätzlich immer ein Ärzte Bashing gibt, momentan schieben wir einfach alle nicht akut notwendigen Kontrollen (z.B. Langzeitzucker) nach vorne.
      Dies bedeutet aber nicht dass diese Termine verzichtbar sind. Die Gefahr dass wir nun Verschlechterungen, oder neue Erkrankungen übersehen ist gross.
      Man kann nur hoffen dass endlich erkannt wird, dass Medizin nicht Wirtschaft sein darf, sondern eine soziale Leistung!!
    2. Antwort von Peter Amthauer  (Peter.A)
      Unter den abgesagten Terminen sind auch solche, die dringend notwendig wären, aber wegen den momentanen getroffenen politischen Entscheidungen (Coronapandemie) nicht durchgeführt werden dürfen oder aus Kapazitätsengpässen nicht durchgeführt werden können. Das wären z.B. Krebs-Vorsorgeuntersuchungen und Untersuchungen von Krebs Verdachtsfällen.
      MfG
    3. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Nein, sie sehen etwas falsch Limi! Wenn ich zum Beispiel ein Problem mit meinen Knien habe und es operiert werden müsste, warte ich ab bis das ganze vorbei ist. Ich kann mich ja nicht stark draussen bewegen also belaste ich mein Knie auch nicht, dann kann und muss die Operation warten. Das ist nur ein Beispiel, aber mit etwas Fantasie können Sie sich sicher vieles vorstellen. Wenn es dann vorbei ist wird es eine riesen Run auf die Spitäler und Arztpraxen geben.
    4. Antwort von Frank Zurbriggen  (Arbeitnehmer)
      @Blackdoc
      Bin ganz ihrer Meinung, das Gesundheitssystem sollte vom Staat gesteuert werden. Aus Solidarität sollten die Löhne so angepasst werden, dass die Kosten nicht noch mehr steigen und trotzdem mehr Mitarbeiter eingestellt werden können. Somit könnten die Arbeit besser aufgeteilt werden, die Überbelastung der Mitarbeiter würde sinken und in Krisen könnten mehr Leute Behandelt werden.
      Mehr Sozialdenken und weniger Egoismus.