KVA Turgi spürt Konkurrenz: Jahresbilanz trotzdem positiv

Im Jahr 2014 hat die Kehrrichtverbrennungsanlage (KVA) Turgi total 122 789 Tonnen Abfall verbrannt. Das sind 0.8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die damals 123 775 Tonnen waren Rekord. Gründe für den Rückgang sieht die KVA vor allem bei den Überkapazitäten in der Region.

KVA Turgi, Luftaufnahme Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die KVA Turgi hat im Jahr 2014 total 122 789 Tonnen Abfall verbrannt. Die KVA spürt aber die Konkurrenz. zvg

Abfall verbrennen lässt sich in Turgi, aber auch in Buchs, Oftringen, Zürich oder neu im luzernischen Perlen. Hier hat im Januar soeben eine grosse neue Anlage eröffnet. Das spüren auch die Kehrrichtverbrennungsanlagen in der Region Aargau Solothurn.

«  Wir rechnen wegen Perlen mit rund 5000 Tonnen Abfall weniger pro Jahr. Wir wissen noch nicht wie wir das kompensieren. »

Peter Ender
Direktor KVA Turgi

Bereits im Sommer 2014 spürte die KVA Turgi die Überkapazitäten. Im Sommer konnte man die Anlage nicht voll laufen lassen, aus Mangel an Abfall. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit 5000 Tonnen weniger Abfall. Dieser geht in die neu eröffente Anlage in Perlen (LU).

Mehr Abfall aus Deutschland kaufen?

Zwar verbrennt die KVA Turgi unter anderem auch Abfall aus Deutschland, aus dem Waldkreis Landshut. Hier könne man aber nicht weiter ausbauen, sagt KVA-Direktor Peter Ender. Unterdessen habe Deutschland nachgerüstet und biete selber günstige Abfallentsorgung an. Abfall zukaufen wäre zu wenig lukrativ, erklärt KVA-Direktor Peter Ender gegenüber Radio SRF.

Für das Jahr 2014 rechnet die KVA Turgi mit rund 20 Millionen Franken Totalumsatz. Eingerechnet sind auch die Einnahmen, die das Unternehmen mit dem Verkauf von Wärme und Strom generiert. Weiter könnten zirka 3 Millionen Franken Gewinn resultieren. Der definitive Jahresabschluss folgt erst noch.