Zum Inhalt springen

Header

Parkplatz, daneben eine Leuchtreklame mit der Aufschrift Aldi
Legende: In den letzten 10 Jahren sind in der Schweiz 273 Aldi- und Lidl-Läden mit vielen oberirdischen Parkplätzen entstanden. Keystone
Inhalt

Aargau Solothurn Landverschleiss von Aldi und Co. – Solothurner Parlament reicht's

Eine Verschwendung von Boden, das hält der Solothurner Kantonsrat von grossflächigen Parkplätzen unter freiem Himmel. Er hat am Mittwoch beschlossen, dass Einkaufszentren und Freizeitanlagen vermehrt Tiefgaragen bauen müssen.

Mit 52 zu 43 Stimmen hat der Solothurner Kantonsrat am Mittwoch einen Auftrag von SP-Kantonsrat Markus Ammann überwiesen. Er verlangt, dass bei verkehrsintensiven Einrichtungen wie Einkaufszentren, Fachmärkten oder Freizeitanlagen nur noch eine gewisse Anzahl ebenerdiger Parkfelder zulässig ist.

Ammann wurde von seiner SP, den Grünen, der Mehrheit der CVP und der BDP unterstützt. Sie prangerten die Verschwendung von Boden, insbesondere Ackerland an, und forderten, dass vermehrt Tiefgaragen gebaut werden.

Gegen das Zubetonieren der Schweiz

«Das Schweizer Mittelland ist zu einer Super-Shopping-Zone geworden», kritisierte CVP-Kantonsrat Peter Brotschi. Neben Aldi und Lidl trügen auch Landi, Mediamarkt und Ikea zum Landverschleiss bei.

«Wir haben einen Auftrag vom Volk», meinten die Befürworter des Auftrags mit Verweis auf das neue Raumplanungsgesetz weiter. 2013 haben 70 Prozent der Solothurner dem neuen Gesetz zugestimmt, das einen haushälterischen Umgang mit dem Boden verlangt.

Grosse Wohnungen verbieten?

Die SVP wollte gar nichts wissen von zusätzlichen Einschränkungen beim Bauen. «Parkplätze sind nur der Anfang. Was kommt als Nächstes?» fragte Hugo Schumacher. Bald würden womöglich auch grosse Wohnungen verboten, warnte der SVP-Kantonsrat.

Bereits aufgrund des geltenden Rechts können für verkehrsintensive Einrichtungen Parkierungsvorschriften angeordnet werden, monierte FDP-Kantonsrat Markus Grütter. Eine Gesetzesänderung sei also gar nicht nötig.

SP-Kantonsrat Markus Ammann konterte: Theoretisch könnten oberirdische Parkierungsanlagen tatsächlich schon heute verhindert werden. Es werde aber eben nicht gemacht. Das Gesetz sei entsprechend zu präzisieren.

Parkplätze verbrauchen viel Land

Die Regierung war damit einverstanden, dass der Auftrag überwiesen wird. «Gerade grossflächige Parkierungsanlagen gehören in der Tat zu den Nutzungen, die am meisten Landflächen verbrauchen», schrieb die Regierung in ihrer Stellungnahme.

Die Regierung muss nun einen Vorschlag machen, wie das Gesetz angepasst werden kann. Darüber wird der Kantonsrat nochmals befinden können.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Das hat aber lange gedauert. Es ist an der Zeit dass endlich unterirdische Parkplätze geschaffen werden. Ein Schritt in die richtige Richtung.