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Naturama Aarau Fliegender Elefant auf dem Museumsdach

Nach 20 Jahren ist Elefantendame Jenny zurück in Aarau. Ein Kran hob sie aufs Dach des Naturamas.

Legende: Video Elefantendame Jenny kommt zurück nach Aarau abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.06.2018.

Elefantendame Jenny ist zurück in Aarau. In Asien – eventuell in Myanmar – geboren, wurde sie Anfangs des 20. Jahrhundert nach Europa gebracht. Nachdem sie einen Zirkusdompteur und im Zoo Basel einen Tierpfleger getötet hatte, wurde das Tier 1928 erschossen.

Alte Postkarte mit einem Elefanten.
Legende: Postkarte von 1925 mit «Miss Jenny» vor dem Zoo Basel. ZVG/Naturama Aargau

Der Direktor des Museums für Natur- und Heimatkunde in Aarau liessen den toten Elefanten per Bahn nach Aarau transportieren. Das Tier wurde ausgestopft und für 70 Jahre im Museum ausgestellt. 1998 wurde das Museum zum heutigen Naturama umgebaut, der Fokus neu auf die regionale Natur gelegt. Die Elefantendame passte nicht mehr in dieses Konzept. Jenny kam ins Naturhistorische Museum Bern und landete dort im Museumsdepot.

Ein ausgestopfter Elefant
Legende: Der ausgestopte Elefant als Kunstwerk von Jwan Luginbühl. Natascha Schwyn/SRF

Als der ausgestopfte Elefant entsorgt werden sollte, erbarmte sich ihr Künstler Jwan Luginbühl. Er flickte die beschädigten Hautstellen und platzierte den Elefanten auf einem Metallwagen mit Dach. Nach einem weiteren Jahr in Bern und einem Aufenthalt im Garten des Künstlers, kommt der Elefant nun zurück nach Aarau ins Naturama. Ein Kran hob ihn auf die Dachterrasse des Museums.

Jenny ist Teil der neuen Ausstellung «Fragile – gesammelt, gejagt, erforscht». Die Ausstellung handelt von Ausstellungsstücken und ihren Geschichten. Allerdings: Elefantendame Jenny ist nur zu Besuch in Aarau. Nach rund einem Jahr kehrt sie wieder zurück in den Garten von Künstler Jwan Luginbühl.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Boller (BOER)
    Schön,dass sich Jvan Luginbühl dieser Elefantendame angenommen hat. Den Dompteur und die zwei Wärter hat sie kaum aus Bosheit, eher in ihrer Not und Verzweiflung, umgebracht. Den Umgang mit Tieren sehen wir zum Glück hundert Jahre später anders.
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