Neue Vorwürfe gegen Schwinger Bruno Gisler

Der Solothurner Schwinger Bruno Gisler wurde kürzlich des Dopings überführt - er musste seinen Kranz vom Eidgenössischen abgeben und wurde gesperrt. Nun werden neue Vorwürfel laut: Gisler habe an einer Medienkonferenz gelogen.

Bruno Gisler hält zwei Sprays in der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Diese Sprays will Gisler verwechselt haben: Laut Herstellerin beinhaltet aber keines der Produkte den fraglichen Stoff. Keystone

Sechs Monate gesperrt, Kranz weg: So das Verdikt des Schwingerverbandes gegen Bruno Gisler. Die Begründung: Gisler habe am Eidgenössischen im Sommer gedopt, sogenannte Nikethamide eingenommen. Die Erklärung von Bruno Gisler an einer Medienkonferenz in Egerkingen: Er habe versehentlich den Spagyrik-Spray seiner Frau benutzt, also unwissentlich diese Substanz eingenommen.

Blick auf die Website der Firma Heidak - sie nimmt zum Fall Gisler Stellung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Herstellerfirma nimmt auf der Front ihrer Website zum Fall Gisler Stellung. SRF

Doch die Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage wachsen: Die Spagyrik-Herstellerin Heidak betont auf ihrer Website, dass es «ausgeschlossen» sei, dass diese Substanz in ihren Sprays vorkomme. Am Samstag nun doppelt die Firma gegenüber der Online-Ausgabe der «Aargauer Zeitung» nach: Sie habe die Frau von Bruno Gisler telefonisch über die Zusammensetzung des Sprays informiert.

Pikant: Dieses Telefongespräch soll noch vor der Medienkonferenz stattgefunden haben, an der Gisler die Verwechslung als Ursache seines Dopings angegeben hat.

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Widersprüche im Dopingfall von Bruno Gisler («sportlounge»)

4:45 min, vom 10.12.2013