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Wegen den Bauern? Schnottwil macht sich Sorgen um sein Trinkwasser.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 01.12.2019.
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Nitrat im Grundwasser Anstieg der Nitratwerte beunruhigt Schnottwil

Nitrat im Boden: Grundsätzlich ist Nitrat im Boden keine Seltenheit, es kommt in der Schweiz natürlich vor. Sorgen machen sich Experten erst, wenn Nitrat in grossen Mengen im Grundwasser und damit im Trinkwasser landet. Beim Trinkwasser gilt der Grenzwert von 40 mg pro Liter.

Grafik
Legende: Alt und doch noch aktuell: Eine Grafik aus dem Jahr 2002. Sie zeigt, wo die die Nitratwerte in der Schweiz hoch sind. Keystone

So ist es in Schnottwil SO: Bei der Grundwasserfassung in Schnottwil werden die Grenzwerte nicht überschritten, sie sind aber kontinuierlich gestiegen, auf aktuell 30 bis 35 Milligramm. Der Gemeinderat will nun handeln. «Wir wollen die Trinkwasserfassung erhalten, auch für kommende Generationen. Der Gemeinderat will wissen an was das liegt», sagt Gemeindepräsident Stefan Schluep.

Feld
Legende: Keystone

Das könnte dahinter stecken: Die Ursache für erhöhte Nitratwerte sei oft die Landwirtschaft, heisst es beim Solothurner Amt für Umwelt. Nitrat ist ein Abbauprodukt von Düngemittel, ein Mittel zur Senkung der Nitratkonzentration könnte also die Einschränkung des Gebrauchs von Dünger sein. Oder aber auch der Anbau von Zwischenkulturen, also dass man zum Beispiel in einem Rapsfeld mal etwas ganz anderes anbaut.

So geht es weiter: Das kantonale Amt für Umwelt hilft den Schnottwilern, mit einem sogenannten Nitratprojekt, analog jenem in der Region Gäu. Dass es dort ein Nitratproblem gibt ist bekannt. Jenes in Schnottwil ist neu. Sobald die Gründe für den Anstieg der Nitratwerte bekannt sind, werden Massnahmen definiert, sagen die Verantwortlichen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier  (pmeier)
    "Das könnte dahinter stecken: Die Ursache für erhöhte Nitratwerte sei oft die Landwirtschaft".

    Könnte?

    Am besten ist es, unsere bürgerliche Köpfe in den Sand zu stecken. Oder in den Dünger. Oder machen wir noch eine Studie. Hauptsache: Nicht handeln und das Problem so lang wie möglich weiterschieben.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
    Im Artikel ist ein ganz wesentlicher Lösungsansatz versteckt: Der Anbau von Zwischenkulturen. - Will man Boden- und Wasserqualität erhalten, ist ein Ansatz, dass sich Bauern überregional zu Produktionsgemeinschaften zusammenschliessen und untereinander die Fruchtfolgen austauschen. Letztlich müsste dies auch im Interesse der Bauern sein, ist die Bodenqualität doch Grundlage ihrer Wirtschaft.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die Belastung durch Pestizide im Grundwasser muss endlich durch Verbote der schädigenden Pestizide verboten werden. Quer durch die CH versprühen Bauern munter weiter Pestizide als ob alles in bester Ordnung sei. Man vergiftet die Bevölkerung auf Raten. Seit Jahrzehnten werden unser Äcker vergiftet. Eine Zumutung für Menschen, Lebewesen im Boden, Insekten und Vögel werden immer seltener. Grob fahrlässig handelt unser BAG. Ohne Verbote sprüht die LW weiter. Wann wird endlich gehandelt.
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