Olten öffnet Militärunterkunft für Asylsuchende

Der Kanton Solothurn schafft sich Reserven für die Unterbringung von Asylbewerbern. In Olten hat das kantonale Amt für soziale Sicherheit eine Gruppenunterkunft der Armee gemietet, in der bis zu 80 Asylbewerber aufgenommen werden könnten. Brauchen möchte man die Unterkunft aber nur im Notfall.

Dreistöckiges Gebäude, gelb gestrichen, mit Rasen vordran Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Selzach nutzt der Kanton Solothurn die «Villa Schläfli» schon länger als Asylunterkunft. Er braucht aber mehr Platz. SRF

Die Anlage im Gheid in Olten diene als mittelfristige Reserveunterkunft für die Unterbringung von Asylsuchenden, sagt David Kummer vom kantonalen Amt für soziale Sicherheit gegenüber Radio SRF. Eine Betriebsaufnahme sei aktuell nicht geplant, teilten die kantonalen Behörden am Montag mit.

Weil die Zuweisung von Asylsuchenden an den Kanton kurzfristig stark ansteigen können, will der Kanton im Notfall auf Reserveunterkünfte zurückgreifen können. Bis zu einer allfälligen Betriebsaufnahme steht die Anlage der Stadt Olten zur Nutzung und Weitervermietung zur Verfügung.

Situation der Unterbringung bleibt angespannt

Mit der Reserveunterkunft in Olten rüste man sich für die Zukunft, erklärt David Kummer. Er ist froh, dass man eine solche Lösung in der Hinterhand hält: «Die kantonalen Strukturen sind nach wie vor am Anschlag, die bestehenden Unterkünfte sind überbelegt.» Der Kanton Solothurn kann mit der Reserveunterkunft in Olten der Entwicklung nun entspannter entgegensehen.

Schon bald können zudem in der ehemaligen Klinik Friedau in Egerkingen ebenfalls rund 80 Personen einziehen, damit werde die aktuell bestehende Überbelegung vorerst behoben. Die ehemalige Klinik Fridau in Egerkingen steht nach einem Entscheid des Verwaltungsgerichtes bald als kantonales Durchgangszentrum zur Verfügung.