Parkplatzprobleme in Fricktaler Gemeinde Stein wegen Novartis?

Schon länger kämpft die Fricktaler Gemeinde Stein mit Parkplatzproblemen. Die Situation hat sich nun aber zugespitzt, denn der Pharmakonzern Novartis hat die Parkplatzmenge für seine Mitarbeiter beschränkt. Und doch wollen einige ihr Auto nicht zu Hause lassen. Nun reagiert die Gemeinde.

Stein von oben, Rhein im Vordergrund Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stein im Fricktal hat zu viel Verkehr und Parkplätze sind knapp. Wikimedia Commons/Dimelina

1500 Mitarbeiter arbeiten bei Novartis in Stein. Eine ganz schön grosse Anzahl für das kleine Dorf, das gerade Mal 3000 Einwohner zählt.

Bis anhin durften alle Mitarbeiter der Novartis mit dem Auto zur Arbeit kommen. Doch nun setzt der Pharmakonzern dem ein Ende. Mitarbeiter, die weniger als 45 Minuten Arbeitsweg zu bewältigen haben, müssen ihr Auto zu Hause lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umstellen.

Gemeinderat schätzt Novartis Vorgehen

Beim Gemeinderat Stein schätzt man das Vorgehen der Novartis eigentlich, denn so nimmt der Verkehr im kleinen Fricktaler Dorf ab. Die Umsetzung funktioniert allerdings noch nicht ganz nach Wunsch.

Novartis Schriftzug an Gebäude Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Novartis in Stein fährt ein neues Mobilitätsprogramm. Keystone

Einige Mitarbeiter der Novartis wollen ihr Auto nämlich nicht zu Hause lassen und parkieren auf öffentlichen Parkplätzen innerhalb des Dorfes. Das tun allerdings nicht nur Mitarbeiter der Novartis, sondern auch auswärtige Autofahrer. Dies ist auf mangelnde Parkplätze am Bahnhof zurückzuführen.

Neue Arbeitsgruppe zur Problembehebung

Eine Lösung muss also gefunden werden. Der Gemeinderat hat dafür eine temporäre Arbeitsgruppe gegründet, bestehend aus Einwohnern der Gemeinde Stein. Ausserdem wird das Gremium von einer Fachgruppe begleitet. Die Lösung soll vor allem die Bewohner von Stein zufrieden stellen, wie der Gemeinderat Hansueli Bühler am Dienstag gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn erklärte.