Solothurner Wahlen 2017 Pferdeflüsterin, Waffennarr, Leitkuh, Herz-Dame

Die acht Regierungsratskandidaten können auch anders: So präsentierten sich Fürst, Hirt, Wyss und Co. am Wahl-Podium in Solothurn:

Frauen und Männer mit verschiedenen lustigen Hüten auf einer Bühne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bewiesen Humor: Die fünf Neuen (links) und die drei Bisherigen (rechts) am Solothurner Wahl-Podium. SRF

Ernsthafte Diskussionen? Ja, die gab es auch am Wahl-Podium in Solothurn. Daneben gab es aber immer wieder Grund zum Lachen. Zum Beispiel, als sich alle Kandidaten einen Hut aussuchen mussten, der zu ihnen passt.

Nicole Hirt (GLP) wählte einen Hut zum Reiten aus und behauptete ernsthaft, wer gut Pferde führen könne, könne auch gut Menschen führen.

Roland Heim (CVP) setzte sich ein Jodler-Käppi auf. Er könne auch singen, meinte Heim, um die Einladung dazu sogleich auszuschlagen. So schnell werden Wahlversprechen gebrochen...

Manfred Küng (SVP) wählte die Narrenkappe und outete sich als Waffennarr. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte er nach dem Militär-Dienst nicht nur Pistole und Sturmgewehr, sondern auch noch ein Rakrohr nach Hause genommen.

Brigit Wyss (Grüne) schnappte sich die Piloten-Mütze und meinte: Sie setze sich gerne ans Kantons-Steuer. Mehr als andere griff sie die bisherige Regierung an und geizte nicht mit Kritik an Heim und Co.

Marianne Meister (FDP) wählte den Sombrero. Sie sei eine Gluggere und möchte vielen Menschen Schutz bieten unter ihrem grossen Hut. «So gross wie mein Hut ist auch mein Herz», gab sie die Landesmutter.

Susanne Schaffner (SP) wählte den stahlharten Ritterhelm, um zu betonen, darunter schlage ein weiches Herz. Ihre Behauptung, Photovoltaik-Anlagen könne sich heute jeder leisten, löste Raunen aus.

Remo Ankli (FDP) setzte sich Hörner auf und bezeichnete sich als «Leitkuh». In der Diskussion um die Kultur-Finanzierung meinte er zuerst «Wir machen das schon recht», um dann trotzdem sofort eine Systemänderung zu fordern.

Roland Fürst (CVP) setzte sich den Militär-Helm auf, um sich vor den kritischen Voten der anderen zu schützen. Zur Umfahrung Klus sagte er: Er sei der fünfte Baudirektor, der sich damit beschäftige und wolle der letzte sein, der das tue.

Lust auf mehr? Dann hören Sie hier die Zusammenfassung des Wahl-Podiums von SRF-Redaktor Roman Portmann:

Personen auf einer Bühne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Über 200 Personen verfolgten das Wahl-Podium in der Kulturfabrik Kofmehl. SRF