Stadtrat Aarau Präsidentin Jolanda Urech tritt nicht zur Wiederwahl an

Die SP der Stadt Aarau muss auf Kandidatinnen- oder Kandidaten-Suche gehen. Es geht um ein wichtiges und prestigeträchtiges Amt, nämlich um das Stadtpräsidium. Inhaberin Jolanda Urech hört auf. Sie regiert Aarau erst seit vier Jahren.

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Bildlegende: Nach vier Jahren hat die SP-Politikerin genug vom Präsidium der Kantonshauptstadt. Keystone

Das Politbömbchen platzte am Montagnachmittag. Stadtpräsidentin Jolanda Urech erklärte in einer persönlichen Mitteilung, dass sie nicht für die neue Legislatur ab 2018 kandidieren werde. Sie hört also nach vier Jahren an der Spitze der Aarauer Exekutive auf.

Vier Jahre als Stadtpräsidentin sind eine eher kurze Zeit. Was hat Jolanda Urech zu diesem Schritt bewogen? Sie freue sich, «in der nächsten Lebensphase nochmals Neues erleben und gestalten zu dürfen». Und sie wolle auch mehr Zeit für ihre Familie und den Freundeskreis haben.

Insgesamt hat Jolanda Urech der Stadt Aarau 24 Jahre lang in verschiedenen politischen Funktionen gedient. Sie sass 8 Jahre im Einwohnerrat. Dann 12 Jahre im Stadtrat. Und die letzten 4 Jahre stand sie ganz an der Spitze der Exekutive.

SP will das Stadtpräsidium behalten

Die SP Aarau bedauert den Entscheid von Jolanda Urech. Aarau habe sich in den letzten 15 Jahren zu einer «selbstbewussten, aufgeschlossenen und lebensfrohen Stadt entwickelt». Daran habe Urech einen massgeblichen Anteil. Es habe, so attestiert die SP ihrer Stadtpräsidentin, ein Kulturwandel in der Verwaltung stattgefunden. Und sie habe Kaderstellen «hervorragend» besetzt.

Die SP erhebt den Anspruch, das Stadtpräsidium wieder zu besetzen. Sicher ist, dass Stadträtin Franziska Graf-Bruppacher im Herbst wieder antritt. Das teilt die SP am Montagnachmittag mit. Die Generalversammlung der SP werde am 15. März die Kandidatinnen und Kandidaten für die Exekutivwahlen nominieren.