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Funkloch Ammerswil Regierungsrat pfeift Gemeinderat punkto Handyantenne zurück

Der Streit um eine Mobilfunkantenne in der kleinen Aargauer Gemeinde Ammerswil, die in einem Funkloch liegt, ist um ein Kapitel reicher. Der Regierungsrat hat die vom Gemeinderat erteilte Baubewilligung für eine Mobilfunkantenne aufgehoben.

Zu wenig sorgfältig geprüft

Gegner kämpfen schon länger

Der geplante Bau einer Mobilfunkantenne im Dorf hatte zu einem langen Streit geführt. Die Gegner sorgen sich um das Ortsbild und weisen auf gesundheitliche Risiken hin. Sie wollten, dass ein Anwalt im Namen der Gemeinde gegen die Antenne kämpft. Nach der Gemeindeversammlung im November 2016 sagte im Februar dazu auch das Stimmvolk Nein, mit 54,2 %.

Der Gemeinderat hat im Oktober 2016 dem Telekom-Unternehmen Salt die Bewilligung erteilt, auf einem Firmengebäude an der Lenzburgerstrasse 30 eine Handyantenne zu bauen. Gleichzeitig wies der Gemeinderat Einwendungen ab, die gegen das Baugesuch eingegangen waren. Die Einwender reichten bei der Regierung eine Beschwerde ein gegen den Entscheid des Gemeinderats.

Am Freitag teilt nun die Regierung mit, sie habe die Baubewilligung für die Mobilfunkantenne aufgehoben. Der Gemeinderat habe keine genügende Standortevaluation in Sachen Versorgungssicherheit, des Ortsbild- und Landschaftsschutzes sowie der Siedlungsentwicklung vorgenommen, teilte die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mit. Ammerswil mit 679 Einwohnenden liegt südöstlich der Stadt Lenzburg.

Der Gemeinderat habe es zudem unterlassen, ausserhalb der Bauzone liegende Alternativstandorte den kantonalen Behörden zur Stellungnahme zu unterbreiten. Der Regierungsrat hiess eine entsprechende Beschwerde teilweise gut.

Der Gemeinderat muss nun über die Bücher und einen erneuten Entscheid fällen. Weil der Regierungsrat die Gemeindeautonomie hoch halten will, überlässt er den erstinstanzlichen Entscheid bewusst der Exekutive von Ammerswil.

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