Regionalpolizei Seetal: Fusion ja oder nein?

Die Regionalpolizei Seetal hat möglicherweise bald ausgedient. Eine Fusion steht zur Debatte. In den nächsten Wochen entscheiden die Gemeindeversammlungen. Ein Besuch bei einer Polizeipatrouille der Regionalpolizei Oberes Fricktal.

Zwei Polizisten der Repol Seetal stehen vor ihrem Einsatzfahrzeug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sascha Zutter (links) ist seit 6 Jahren Polizist, Marc Erni seit 16 Jahren. Sie arbeiten bei der Repol Oberes Fricktal. SRF

Die Regionalpolizei (Repol) Seetal hat sieben Polizeistellen. Eine kritische Grösse, stellte man fest. Zum Beispiel könne man krankheitsbedingte Ausfälle im Team schwer verkraften, oder den Nachtdienst personell nicht alleine bewältigen.

Neun Gemeinden sind der Repol Seetal angeschlossen, sämtliche Gemeinderäte haben eine Absichtserklärung unterzeichnet für eine Fusion mit der Repo Lenzburg. Nun haben die Stimmberechtigten das letzte Wort an den Gemeinde-Versammlungen diesen Herbst. Am Donnerstag veranstaltete beispielsweise Sarmenstorf einen Informationsanlass zu diesem Thema.

Nähe zur Bevölkerung hat nicht nur Vorteile

Keine kritische Grösse hat die Repol Oberes Fricktal. 17 Personen arbeiten bei dieser Repol, 13 Polizisten und 4 zivile Fahnder. Es sei ein junges Team, sagt Polizeichef Werner Bertschi gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Mehr Erfahrung in diesem Team haben Marc Erni und Sascha Zutter. Erni ist seit 16 Jahren Polizist, Zutter seit 6 Jahren. Beide wohnen auch im Fricktal. «Ich arbeite gerne bei der Regionalpolizei, weil ich so viel Kontakt mit der Bevölkerung haben», so Zutter. Klar, manchmal habe das auch Nachteile.

So wisse jeder in seinem Dorf, dass er Polizist sei. Und manchmal klingle jemand noch spät am Abend an seiner Haustüre und wolle sein Fahrrad als gestohlen melden. In solchen Situationen winke er aber jeweils ab, erklärt Sascha Zutter von der Regionalpolizei Oberes Fricktal.

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Spezial-Patrouille im Einsatz

3:17 min, aus Schweiz aktuell vom 29.10.2014