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Schule Solothurn Keine Noten in der 1. und 2. Klasse

Die Ausgangslage: Nur in den Kantonen Glarus, Tessin und Solothurn erhalten 1.- und 2.-Klässler heute noch ein ganz normales Zeugnis, mit ganz normalen Noten. Doch nun wünscht sich auch der Kanton Solothurn ein besseres Mittel, um die Leistungen der Kinder in der Schule zu beurteilen und prüft daher an fünf Schulen ein neues System (Balsthal, Olten, Lüterkofen, HOEK (Halten, Oekingen,Kriegstetten), Gemeinsame Schule Unterleberberg (Flumenthal, Günsberg,Hubersdorf, Riedholz)).

Das neue System: «Die Kinder sollen besser gefördert werden», sagt Andreas Walter, Leiter des Solothurner Volksschulamtes. Es gehe nicht um die Abschaffung der Beurteilung, sondern die Stärkung der Beurteilung. Bis jetzt gab es einfach eine abstrakte Zahl, die den Lernerfolg beziffert. Mit dem neuen System sollen Kinder und Eltern mit Text differenzierter und spezifischer über Leistungen, Stärken und Schwächen informiert werden.

Die Vorgeschichte: Ende der 80er Jahre war Solothurn der erste Kanton in der Schweiz, der die Noten von der ersten bis zur dritten Klasse ganz abgeschafft hatte. Doch wahrend andere Kantone nach und nach dem Solothurner Beispiel folgten, führte Solothurn selbst im Jahr 2011 die Noten wieder ein. Dies auch aus politischen Gründen. Im Kantonsrat wurde nämlich 2008 mit einem Postulat die Wiedereinführung von Noten verlangt.

In Zukunft: In den kommenden zwei Jahren werden die meisten 1.- und 2.-Klässler im Kanton Solothurn noch ganz normale Zeugnisse erhalten. Wenn der Versuch mit dem neuen Beurteilungssystem aber erfolgreich verläuft, könnte sich das ändern. Das Solothurner Volksschulamt befinde sich in dieser Angelegenheit bereits im Dialog mit den Kantonsrats-Fraktionen, sagte Volksschulamtsleiter Andreas Walter: «Wenn wir das System ändern, brauchen wir ein standardisiertes Verfahren, hinter dem wir alle stehen können.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Megert (MDanielum)
    In Deutschland und Österreich wurde eine bahnbrechende Initiative gestartet. Das „Auf-brechen“ des veralteten Schulsystems, Aufbruch in die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung des eigenen Lebens- und Lernprozesses, d.h. sich frei entscheiden und bilden versus einer überholten Schulpflicht! Aufbruch aus der „Lehr – und Lernmüdigkeit“ wieder hin zu einer Begeisterung und Freude am Lernen! Hier Info: http://www.schule-im-aufbruch.de/ Lasst Euch von diesem grossartigen Projekt inspirieren!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es wird immer "68iger"! Bald befehlen die Kinder dem Lehrer, was sie wollen, nicht machen möchten oder lernen müssen! Keine Noten mehr, dafür (je nach schriftstellerischen Fähigkeiten der Lehrperson) Worte, Sätze und Eindrücke über das Kind! Es gibt zwischen der (unserer vor 70 Jahren) Zeit mit "Schlägen" aufs "Hintere" und der heutigen antiautoritären "68iger-Methode" noch ein "Zwischenmass": Die Kinder brauchen eine gewisse Autorität und Härte, um im Leben nicht sofort "am Boden" zu sein!
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    1. Antwort von Daniel Megert (MDanielum)
      Weshalb wollen die meisten Kinder spätestens nach der ersten Klasse vom Lernen nichts mehr wissen? Weshalb nutzt der Knirps, der als Kleinkind lustvoll die Welt entdeckt hat, in der Schule seine Kreativität nur noch, um dem Lernen möglichst zu entfliehen? Weshalb empfindet kaum ein Erwachsener Lernen als Bereicherung des eigenen Lebens? Unser Lehrplan ist noch nach dem vorigen Jahrhundert ausgerichtet. Es braucht Neues - nachhaltige und zukunftsgerechte Bildung: Schule im Aufbruch!
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Ihre Fragen, Daniel Megert, kann jede(r), die (der) Augen und Ohren offen hält, schnell beantworten: Die seit einigen Jahren eingeführte antiautoritäre Erziehung der Kinder in der Spass-und Konsumgesellschaft zeigt eben langsam die Früchte davon! Jetzt glauben die "68iger" mit völlig neuem Lehrmaterial und neuen Lehrplänen, könne man die Schüler(innen) besser motivieren, sich aufs Leben mit einem vollen Schulsack gut vorzubereiten! Zu viel ist verchachelt um die Kinder zum lernen zu begeistern!
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