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So plant der Kanton Solothurn den Fernunterricht nach den Frühlingsferien
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.03.2020.
abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
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Schulen im Corona-Modus «2020 ist kein verlorenes Schuljahr»

  • Der Kanton Solothurn zieht eine positive Bilanz nach zwei Wochen Fernunterricht.
  • Lehrer, Schüler und Eltern müssen davon ausgehen, dass der Fernunterricht nach den Frühlingsferien weitergeht.
  • Die Zeit des Ausprobierens ist dann aber vorbei. Nach den Ferien wird grundsätzlich wieder Unterricht nach Lehrplan stattfinden.
  • Die Notbetreuung in den Gemeinden ist auch während den Ferien gewährleistet.

«2020 ist kein verlorenes Schuljahr», betonte Solothurns Bildungsdirektor Remo Ankli (FDP) am Freitag an einer gemeinsamen Medienkonferenz von Bildungsbehörden, Lehrerverband, Schulleiterverband und Gemeinden. Man werde alles daran setzen, dass sämtliche Schüler die Möglichkeit erhalten, einen Abschluss zu machen und die nächste Stufe zu erreichen.

«Wir sind auf Kurs», meinte Matthias Stricker, Präsident des Lehrerverbands, und zog ein grundsätzlich positives Fazit zur Einführung des Fernunterrichts. Es sei bei Schulen, Lehrern, Schülern und Eltern trotz Belastung eine grosse Bereitschaft und Kreativität spürbar in Bezug auf den Unterricht zu Hause.

Den Tag mit einem Lied beginnen

In einigen Solothurner Gemeinden beginnen bereits dieses Wochenende die Frühlingsferien. Die Lehrer werden in den Ferien den Fernunterricht ab dem 19. April planen. Der Kanton erwartet, dass dann trotz «distance learning» wieder ein möglichst normaler Unterricht nach Lehrplan stattfindet.

Zur Unterstützung der Schulen hat der Kanton «Richtlinien für den Fernunterricht» herausgegeben. Auf 30 Seiten gibt es unter anderem Muster-Stundenpläne. Den Lehrern wird etwa empfohlen, Präsenzzeiten im virtuellen Klassenzimmer und «Selbstlernzeit offline» festzulegen, oder den Tag gemeinsam mit einem Lied zu beginnen.

«Es funktioniert», sagte Thomas Blum, Geschäftsführer des Verbands der Solothurner Einwohnergemeinden zur Notbetreuung, welche die Gemeinden anbieten müssen für Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können. Diese Betreuungsangebote bleiben auch während den Frühlingsferien offen.

Kanton Solothurn unterstützt Eltern bei der Erziehung

Dass die Schulen geschlossen und die Kinder ständig zu Hause sind, kann für Eltern zur Belastung werden. Was tun mit einem Bub, der den ganzen Tag nur herumliegt? Wie reagieren, wenn das Mädchen sich nicht an Anweisungen hält? Der Kanton Solothurn bietet den Eltern nun Hilfe an. Fachleute des Schulpsychologischen Dienstes geben telefonisch (032 627 29 61) und per Mail (spd@dbk.so.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster) Auskunft zu Erziehungsfragen, helfen unkompliziert mit Tipps und Beratung. Der Schulpsychologische Dienst kann diese Eltern-Hotline anbieten, weil es während der Corona-Krise fast keine Abklärungen von Kindern mehr gibt.

Bildungsdirektor Remo Ankli sieht in der Krise auch eine Chance. An den Schulen werde jetzt die Digitalisierung vorangetrieben. Und im Fernunterricht könnten sich Schülerinnen und Schüler auch ganz neue Kompetenzen aneignen.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 27.3.2020, 17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alfonso Tomazzoli  (altom)
    Das Volksschulamt des Kantons Solothurn hat den Leitfaden beim Kanton Zug eingekauft und und auf Solothurner Verhältnisse “angepasst“. Der Kanton Zug hat den Leitfaden schon früher herausgegeben. Der Richtigkeit und Vollständigkeit halber.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen