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Legende: Audio Für 100 Asylsuchende im Kanton Solothurn gibt es diesen Sommer Schwimmunterricht abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 24.07.2019.
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Schwimmkurse für Asylsuchende Solothurn setzt auf Unterricht, Aargau auf Verbote

  • Im Sommer ertrinken immer wieder Menschen beim Baden in Flüssen und Seen.
  • Besonders betroffen: Flüchtlinge, die oft nur schlecht oder gar nicht schwimmen können.
  • Im Kanton Solothurn können Migranten nun einen einwöchigen Schwimmkurs an der Volkshochschule Solothurn besuchen.
  • Anders im Aargau: Hier setzt man auf Merkblätter und an besonders gefährlichen Stellen auch auf Schwimmverbote.

Rund 100 Personen besuchen in diesen Sommerferien an der Volkshochschule Solothurn Schwimmkurse – vor allem Asylsuchende. Die Kurse dauern fünf halbe Tage. Männer und Frauen werden getrennt unterrichtet. Zudem werden sie in Anfänger und Fortgeschrittene unterteilt. Die Kurse finden in den Badis Olten und Solothurn statt.

Weniger Unfälle dank Kursen?

Den Auftrag, diese Schwimmkurse durchzuführen, erhielt die Volkshochschule vom Amt für soziale Sicherheit des Kantons Solothurn. Ziel ist es, dass Migrantinnen und Migranten sich den Gefahren des Wassers bewusst werden und es weniger Unfälle gibt.

Die Kosten für die Schwimmkurse – 5000 Franken – übernimmt der Kanton. Barbara Käch, Geschäftsleiterin der Volkshochschule Solothurn, erhofft sich, dass die Flüchtlinge in den Kursen nicht nur schwimmen lernen, sondern sich dadurch auch besser integrieren.

Verbot statt Kurs

Der Kanton Aargau geht einen anderen Weg. Man setze auf präventive Information, heisst es beim Departement für Gesundheit und Soziales auf Anfrage. Der Aargau hat verschiedene Merkblätter, die spezifisch die Asylsuchenden vor den Gefahren des Schwimmens warnen.

Ausserdem müssen Asylsuchende ein Dokument unterschreiben, dass sie bei besonders gefährlichen Stellen nicht schwimmen gehen. Das gilt für Asylsuchende, deren Unterkunft in der Nähe von gefährlichen Flussabschnitten liegt, etwa an der Aare in Untersiggenthal.

Gefahr Gewässer

  • Jährlich ertrinken laut der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft etwa 50 Personen. Die Mehrheit davon sind junge Männer.
  • Vor 50 Jahren starben noch 100 bis 200 Menschen pro Jahr in Schweizer Gewässern.
  • Die meisten Badeunfälle geschehen in Flüssen und Seen. Tödliche Unfälle in Schwimmbädern sind eher selten.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von walter röthlisberger  (Row)
    Irgendwann in der Zukunft, wenn ich alt bin und vom Statt etwas brauche, wird mich ein Schweizer mit Migrationshintergrund fragen „ Hast du Migrationshintergrund? Wenn nein so kann ich dir nicht helfen, zuerst kommen die Anderen“
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Langsam werden wir, hier geborene, arbeitende und steuerzahlende Bewohner(innen), zu 2.-Klassmenschen! Immer neue Angebote im sozialen Umfeld werden den Migranten (sogar Asylbewerbern!) angeboten und selbstverständlich grosszügig mit unseren Steuergelder bezahlt! In diesem "Luxus-Umfeld" muss jeder Schweizer, der 50 Jahre lang (auch noch als Rentner) alles selber finanzieren musste und monatliche Sozialprämien und Steuern bezahlt hat, täglich an sich schaffen, nicht fremdenfeindlich zu werden!
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    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      ... und das scheint Ihnen offensichtlich grösste Mühe zu bereiten... es nicht zu werden...
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    2. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Ihre unsachliche, persönliche, rein ideologische Verunglimpfung meiner Meinung muss ich nicht kommentieren. Aber dies möchte ich Ihnen trotzdem mit auf den künftigen Kommentarweg im SRF-Forum ans Herzen legen, Herr Borel: Ein Forum lebt von verschiedenen Meinungen zu oder über das aufgesetzte Thema der Redaktion. Hier ging es um die laufend neuen sozialen Angebote an Migranten (sogar an Asylbewerber!). Eine eigene Meinung zum Thema wäre für alle aufschlussreicher, als andere zu verunglimpfen!
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  • Kommentar von Silvan Karrer  (Kosmopolit)
    Bin einmal mehr über den rückständigen Kanton Aargau enttäuscht! Wohne zwar wieder im AG Limmattal, schäme mich aber für dessen Rückständigkeit!
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