Solothurn: Bluttat bei Kollegium kommt vors Bundesgericht

13 Jahre Haft und anschliessende Verwahrung, so urteilte im Oktober das Solothurner Obergericht im Fall der brutalen Schlägerei vor dem Solothurner Kollegium. Der 24-jährige Täter akzeptiert das Urteil nicht und zieht den Fall nun ans Bundesgericht.

Der Mann will sich vor Bundesgericht gegen die Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Tötung wehren. Sein Anwalt bestätigt gegenüber Radio SRF einen Bericht von «Radio 32». So beantrage er für seinen Mandanten eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung ohne Tötungsabsicht.

Richter steht vor einem Hammer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nun muss sich auch das Bundesgericht mit der brutalen Schlägerei vor dem Solothurner Kollegium befassen. Colourbox

Damit möchte der heute 24-jährige Täter wohl vor allem der Verwahrung nach Verbüssen der Haftstrafe entgehen. Das Solothurner Obergericht hatte diese ausgesprochen, da es die Tat als besonders hinterhältig und feige taxierte (siehe Artikel rechts).

Der Mann war an der Fasnacht 2010 vor dem Solothurner Schulhaus Kollegium in eine Schlägerei verwickelt. In deren Verlauf zückte er einen Schraubenzieher und stach einem anderen Mann zwei Mal mit Wucht in den Kopf. Das Opfer, ein heute 34-jähriger Mann, trug bleibende Schäden davon.