Solothurner Spitäler AG hat deutlich mehr Patienten behandelt

Die Firma, die dem Kanton gehört und Spitäler in Solothurn, Olten und Dornach betreibt, hat erneut ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Obwohl der Kanton seine Beiträge erneut gekürzt hat, erreichte die Spitäler AG einen Gewinn von 8,8 Millionen Franken.

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Seit zehn Jahren

Seit zehn Jahren

SRF / Marco Jaggi

Die Solothurner Spitäler AG SoH feiert 2016 ihr zehnjähriges Bestehen. Die Firma gehört zu hundert Prozent dem Kanton Solothurn. Sie betreibt Akutspitäler in Solothurn, Olten und Dornach und eine psychiatrische Klinik in Solothurn. Die SoH ist einer der grössten Arbeitgeber im Kanton.

Im Jahr 2015 hat die Solothurner Spitäler AG:

  • insgesamt 7,5 Prozent mehr ambulante Fälle behandelt, nämlich 167'000
  • an den Akutspitälern 5,1 Prozent mehr Patienten stationär behandelt, nämlich 26'300
  • einen um 34 Millionen Franken höheren Betriebsaufwand gehabt
  • den Betriebsertrag um 36 Millionen auf 532 Mio. Franken gesteigert
  • einen Gewinn von 8,8 Millionen Franken erzielt

Zum Erfolg beigetragen habe die Erweiterung der invasiven Kardiologie und das Onkologiezentrum am Bürgerspital Solothurn, teilt die Spitäler AG mit. Beides habe sich rascher als erwartet bewährt und Beiträge an das Geschäftsergebnis geliefert.

Mit dem Gewinn kann die Spitäler AG ihr Eigenkapital stärken. Das ist wichtig, weil in den nächsten Jahren grössere Ausgaben anstehen. So muss der Neubau des Bürgerspitals Solothurn ausgerüstet werden und das Spital Dornach soll mit einem Neubau ergänzt werden.

Das hat laut der Solothurner Spitäler AG zur Folge, dass das Unternehmen jährlich rund 13 Millionen Franken Aufwand durch Mehrerträge kompensieren muss, bei weiter sinkenden Kantonsbeiträgen und Tarifen.