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Das sagen die Verantwortlichen der Stadt zu den Einsprachen
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Stadionprojekt Aarau Optimismus trotz weiterer Einsprachen gegen neues Fussballstadion

  • Gegen den Gestaltungsplan des Areals Torfeld Süd, wo neben dem Stadion vier Hochhäuser geplant sind, gibt es Widerstand.
  • Neben einer Sammeleinsprache mit 157 Unterschriften sind noch zwei Einzeleinsprachen eingegangen, wie die Stadt auf Anfrage von SRF am Donnerstag sagt.
  • Bei der Stadt hat man diese Einsprachen und auch den allgemeinen Widerstand gegen das Stadionprojekt erwartet und bleibt optimistisch, dass sich das Projekt nicht grossartig verzögert.

Bereits Anfang Juli hatten Anwohner, die als Verein organisiert sind, eine Sammeleinwendung gegen den Gestaltungsplan mit 157 Unterschriften eingereicht. Nun wird bekannt, dass es auch noch zwei weitere Einzeleinsprachen gibt.

Ein Modell des neuen Fussballstadions.
Legende: So könnte das neue Stadion des FC Aarau aussehen. Gegen den Gestaltungsplan gibt es aber Widerstand. SRF

Dass es auch gegen den Gestaltungsplan – ein eher kleines Stück in der ganzen Stadionplanung – starken Widerstand gibt, damit hat der Aarauer Stadtrat Hanspeter Thür gerechnet. Die Einwendungen seien keine Überraschung, so Thür.

Es sei völlig legitim, dass sich Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess einbringen. Man habe hier auch schon Weiterzüge bis ans Bundesgericht im Zeitplan eingerechnet, sagt er im Interview mit SRF. Aus diesem Grund sollte sich das Projekt auch nicht weiter verzögern, gibt sich Thür optimistisch.

Hochhäuser sind für Stadt die richtige Lösung

Allerdings bemerkt auch Hanspeter Thür, dass ihm beim neuen Stadionprojekt ein rauer Wind entgegenbläst. War es beim letzten, gescheiterten Projekt noch das Einkaufszentrum, das für Kritik sorgte, so sind es nun die vier Hochhäuser rund ums Stadion. Viele der aktuellen EinsprecherInnen stören sich daran, dass in ihrer direkten Nachbarschaft ein grosses neues Quartier entstehen soll mit rund 600 neuen Wohnungen inklusive zusätzlichem Verkehr. Das sei sowohl für das Stadion als auch für die Stadt die falsche Lösung, sagen die Kritiker.

Das sieht Hanspeter Thür am Donnerstag im Gespräch mit SRF ganz anders. Ganz abgesehen davon, dass es die Hochhäuser für die Querfinanzierung des Stadions brauche, seien die vielen neuen Wohnungen im Torfeld Süd genau am richtigen Ort, zentral gelegen und nicht auf der grünen Wiese, wie es auch die aktuelle Raumplanung verlange. Thür ist darum zuversichtlich, dass man der Bevölkerung – auch den GegnerInnen des Projektes – gut erklären könne, weshalb die aktuelle Planung die richtige sei.

Entscheidung sollte im Herbst fallen

Ausserdem betont der Stadtrat, dass es auch keine andere Variante mehr gebe. Falls das Stadionprojekt im Gebiet Torfeld Süd scheitere, dann werde es wohl in den nächsten Jahrzehnten kein neues Stadion geben und wohl auch nicht auf Aarauer Stadtgebiet, hier fehle schlicht das passende Stück Land.

Im Herbst wird sich zeigen, wie es mit den Stadionplänen und der Kritik daran weitergeht, wenn der Einwohnerrat über das Stadion diskutiert, wenn der Stadtrat die Einsprachen gegen den Gestaltungsplan behandelt, wenn das Bundesgericht über drei hängige Stimmrechtsbeschwerden entscheidet und schliesslich im November das Volk über das Stadion abstimmt.

Die Stadion Geschichte

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  • Das geplante Fussballstadion beschäftigt Aarau schon lange. Ebenso der Widerstand dagegen.
  • Zuerst war geplant, dass ein Einkaufszentrum im Stadion (Mantelnutzung) das Stadion querfinanziert.
  • Unterdessen hat sich das Einkaufsverhalten der Schweizer verändert. Das Projekt wurde neu aufgegleist.
  • Neu geplant sind vier unterschiedlich Hochhäuser mit 600 Wohnungen. Sie sind zwischen 57 und 75 Meter hoch.
  • Ohne Hochhäuser, die das Stadion querfinanzieren (Plan B), gibt es kein neues Stadion, sagt die Bauherrin HRS.
  • Der Preis für das Stadion bleibt bei 36 Millionen Franken.
  • Der FC Aarau spielt weiterhin im altehrwürdigen Stadion Brügglifeld, mitten im Wohnquartier.
  • Die Swiss Football League macht für die Challenge-League-Spiele weiterhin Auflagen, die erfüllt werden müssen. Mit der Aussicht auf ein neues Stadion drückt die Liga aber auch immer wieder ein Auge zu.
  • «Wir können noch bis 2035 spielen, wir können das Brügglifeldstadion aufrüsten und in der Challenge League spielen», erklärte Roger Geissberger, Vize-Präsident der FC Aarau AG, anfang 2019.
  • Noch dieses Jahr soll das Aarauer Stimmvolk über die geänderte Nutzungsplanung abstimmen.
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