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Ständeratswahl Aargau Cédric Wermuth und Marianne Binder wollen ins Stöckli

Marianne Binder
Legende: Marianne Binder will in die Fussstapfen ihres Schwiegervaters Jules Binder treten und Ständerätin werden. SRF

Marianne Binder, Grossrätin und Präsidentin der CVP Aargau, wird für den Ständerat kandidieren. Am Donnerstag hat die Parteileitung bekannt gegeben, dass sie Binder vorschlägt, und zwar einstimmig. Definitiv über die Kandidatur entscheidet die Delegiertenversammlung der CVP Aargau vom 21. August.

Ausgangslage

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SP: Die bisherige Ständerätin Pascale Bruderer tritt bei den kommenden Wahlen nicht mehr an. Die Aargauer Sozialdemokraten wollen ihren Sitz verteidigen.

FDP: Für die Freisinnigen sitzt Philip Müller momentan im Stöckli. Bisher hat er noch nicht gesagt, ob er nochmals antritt.

SVP: Die Leitung der Volkspartei setzt auf Hansjörg Knecht. Der Nationalrat ist bei der letzten Ständeratswahl zwar Philipp Müller unterlegen, will es nun aber nochmals wissen. Die Parteibasis muss Knechts Kandidatur noch bestätigen.

Man kann davon ausgehen, dass die Versammlung dem Vorschlag der Parteileitung folgen und Marianne Binder nominieren wird. Die Versammlung hat nämlich gar keine (Aus-)Wahl. Denn schon im April hatte ein Parteitag entschieden, dass der Delegiertenversammlung nur eine Einerkandidatur vorgeschlagen werde.

In der Mitteilung der Parteileitung heisst es, Marianne Binder erfülle alle Auswahlkriterien der Findungskommission. Sie sei im Kanton bekannt und vernetzt. Sie habe politische Erfahrung, könne strategisch denken und habe die Fähigkeit, Kompromisse zu schliessen.

Die Bundespolitik kenne Marianne Binder aus ihrer Tätigkeit als Kommunikationschefin der CVP Schweiz. Im Grossen Rat des Aargaus setze sie Akzente in der Debatte über den Fundamentalismus, in der Familien- und Wirtschaftspolitik.

Die SP vor der Zerreissprobe?

Ebenfalls am Dienstag gab der SP-Nationalrat Cédric Wermuth bekannt, dass er für den Ständerat kandidieren möchte. Die erste Hürde für ihn ist die Bezirkspartei Zofingen, die am 14. August darüber entscheiden wird, ob sie ihr prominentestes Mitglied der Kantonalpartei zur Nomination vorschlagen soll. Das sollte für Wermuth kein Problem sein. Doch auf kantonaler Ebene könnte die Luft für ihn dünn werden.

Cédric Wermuth
Legende: Cédric Wermuth spricht an der Wintersession des Nationalrates im Dezember 2016. Keystone

Denn schon länger ist bekannt, dass Yvonne Feri auch gern Ständerätin werden möchte. Feri war lange Gemeinderätin in Wettingen. Seit 2011 ist sie Nationalrätin. Wie Wermuth gilt sie als Person, die prononciert links politisiert. Vom Profil her sind Wermuth und Feri also etwa vergleichbar. Was die Partei umtreiben wird, ist wohl die Geschlechterfrage.

Soll auf Pascale Bruderer wieder eine Frau folgen, mit Feri noch dazu eine, auf deren Agenda feministische Themen ganz oben stehen? Oder soll Cédric Wermuth auf den Schild gehoben werden auf die «Gefahr» hin, dass der Aargau in der kleinen Kammer in der Legislatur 2020 bis 2023 durch zwei Männer (für die FDP Philipp Müller) vertreten wäre?

Cédric Wermuth preist sich in seiner Mitteilung als jemand an, der «die ganze Breite der Partei» vertreten könne und auch «glaubwürdig» sei. «Nur mit einer geeinten Bewegung und Partei haben wir eine Chance, diesen Sitz zu verteidigen.» Wermuth verspricht, dass er in einem allfälligen Wahlkampf nicht seine Person in den Vordergrund stellen würde, sondern sozialdemokratische Ideen. So haben für ihn z. B. die Gleichstellung, der Service Public oder auch der Klimawandel oberste Priorität.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Dieser "Ex-Juso" mit oftmals rein kommunistischen Ansichten und arroganten Aeusserungen gegen Andersdenkende, werden die Aargauer(innen) sicher nicht ins "Stöckli" schicken! Frau Pascal Bruderer, die sich immer als eine offene und breitfächerige Sozialdemokratin verhielt, wird schwer zu ersetzen sein. Wenn die aargauische SP kein(e) mehrheitsfähigen Kandidat oder Kandidatin rekrutieren kann, wird auch der 2. aargauische Ständerat aus dem bürgerlichen Lager kommen.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Nun für Herrn Wermuth würde dies so nebenbei eine "Gehaltsaufstockung" um satte 20' auf ca. 150' mit sich bringen.
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  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Welches ist der Schwerpunkt des Wahlkampfs 2019? Der Wahlkampf 2019 wird sich um die Frage drehen: «Wie hältst du’s mit der direkten Demokratie?» Die Wähler können entscheiden: zwischen den Bewahrern und den Demonteuren unserer weltweit bewunderten, einzigartigen Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. Sollten.
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