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Streit um Einbürgerung Umstrittene Einwohnerin von Gipf-Oberfrick erhält Schweizer Pass

Gleich zwei Mal hatte die Gemeindeversammlung von Gipf-Oberfrick Nancy Holten das Bürgerrecht verweigert. Nun hat die Aargauer Regierung die Frau direkt eingebürgert.

Schweizer Pass in Hemd.
Legende: Im dritten Anlauf hat es geklappt mit dem Schweizer Pass. Keystone

Das war das Problem: Die Gemeindeversammlung hatte Bedenken geäussert, wegen Holtens Einsatz für das Tierwohl und gegen das Kirchengeläut. Ausserdem störte sie sich an ihrer medialen Präsenz. Deshalb lehnte es die Versammlung letztes Jahr gleich zwei Mal ab, die Frau einzubürgern.

Damit das Gesuch nicht ein drittes Mal der Gemeindeversammlung vorgelegt werden muss, bat der Gemeinderat den Regierungsrat um eine direkte Einbürgerung.

Das sagt die Aargauer Regierung: Alle Voraussetzungen einer Einbürgerung seien erfüllt, teilt der Aargauer Regierungsrat am Freitag mit. Die Bedenken der Gemeindeversammlung genügten nicht, um das Bürgerrecht zu verweigern. Die Frau nutze verfassungsmässige Grundrechte wie die Meinungs- und Informationsfreiheit.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    So wird es auch künftig mit der "angenommenen erleichterten Einbürgerung" laufen: Der Kanton bürgert jede(n) ein, wenn auch u.U. in der Wohngemeinde eine Mehrheit dagegen ist oder wäre! Ein weiteres Mosaiksteinchen in der Beseitigung der "direkten Demokratie" (ein weiterer Erfolg für die "Schweiz-Abbruch AG")! Ein unverständlicher "Hilferuf" des Gemeinderates von Gipf-Oberfrick! Interessant wäre auch, wer an dieser Zwängerei dahinter steckte! Etwas, das wir NEWS-Leser wohl nie erfahren werden!
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    1. Antwort von Samuel Röthlisberger (S.Roethlisberger)
      Frau Holten mag kontrovers sein, aber sie erfüllte die Bedingungen für eine Einbürgerung. Sache erledigt. Sie hat verfassungsmässig garantierte Rechte wahrgenommen. Sie deshalb nicht einzubürgern, wäre anti-demokratisch herr Bolliger.
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