Zum Inhalt springen
Inhalt

Umweltsünde im Aargau Aue in Möriken ist voll mit Mikroplastik, sagt eine Studie

Die Aue der Bünz entlang in Möriken ist voll mit Mikroplastik. Wer verursacht den Plastik im Kies?

Die Ausgangslage: in der Bünzaue in Möriken gibt es mehr Mikroplastik als in jedem anderen der 29 untersuchten Naturschutzgebiete, so die Aussage einer Studie der Universität Bern. Ein Augenschein vor Ort zeigt: Mikroplastik ist von blossem Auge nicht sichtbar. Aber es kann in die Nahrungskette gelangen. Was tun?

Aue
Legende: Alex Moser/SRF

Mikroplastik in der Aue: Wirklich sichtbar ist der Mikroplastik nicht. In Möriken seien die Teile ein Milimeter gross und kleiner, heisst in der Studie der Uni Bern. Deshalb seien die Teile von blossem Auge kaum sichtbar. Hauptverursacher von Mikroplastik ist der Abrieb von Reifen. Ein Problem für den Aargauer Fischer Roland Herrigel ist jedoch auch Littering. Besonders im Sommer sei es schlimm, sagt er auf einem Rundgang. Plastikteile wie Pet-Flaschen oder andere Gegenstände werden mit der Zeit immer kleiner und durch die Steine zerrieben. So entsteht Mikroplastik.

Plastik
Legende: Alex Moser/SRF

Das sagen Naturschützer und Forscher: Die Studie der Universität Bern geht davon aus, dass die obersten fünf Zentimeter der Schweizer Auen total 53 Tonnen Mikroplastik enthalten. Wie sich das Mikroplastik auf Umwelt und Mensch auswirkt, ist noch nicht voll und ganz klar. «Man weiss, dass Regenwürmer darauf reagieren. Ihr Darm ist gereizt, gewisse sterben an den Folgen von Mikroplastik», sagt Matthias Betsche von Pro Natura Aargau, gegenüber SRF.

Plastik
Legende: zvg/Roland Herrigel

Plastik in Schweizer Gewässer verhindern: Littering reduzieren, das ist ein Rezept gegen die Produktion von Mikroplastik. Das Fraunhofer Institut (Organisation für angewandte Forschung in Europa) hat eine Liste erstellt, mit den grössten Versursachern von Mikroplastik. Kosmetik ist nicht auf Platz 1, wie viele vermuten, sondern auf Rang 17. Neben dem Reifenabrieb, ist auch der Abrieb von Schuhsohlen ein Verursacher (Platz 7).

Die Bünz

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
  • Die Bünz entspringt in Beinwil im Freiamt und fliesst, vereint mit dem Aabach, bei Wildegg in die Aare.
  • Mit gegen 30 Kilometern ist sie der längste Bach des Aargaus.
  • Auf den ersten vier Fünfteln ihres Laufs ist die Bünz seit bald 100 Jahren in ein Korsett von Verbauungen gezwängt. Im untersten Abschnitt jedoch unterblieb die Korrektion aus Kostengründen.
  • Trotz gelegentlicher Überschwemmungen wurde das Tal zwischen Othmarsingen und Möriken intensiv landwirtschaftlich genutzt – bis am 12./13. Mai 1999.
  • Das damalige Hochwasser, aufgrund der maximalen Abflussmengen annähernd ein Jahrhundertereignis, schwemmte rund 4 Hektaren Kulturland ab.
  • Der gemächlich mäandrierende Bach verwandelte sich schlagartig in ein verzweigtes Gerinne. Innert weniger Stunden entstand eine Aue mit Kies- und Schotterflächen, Steilufern und Inseln.

(Quelle: Kanton Aargau, Link öffnet in einem neuen Fenster)

Müll
Legende: zvg/Roland Herrigel

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Eigentlich unglaublich wie gedankenlos die Menschen, welche alles wegschmeissen geworden sind. Die Auswirkungen wird uns noch sehr viel Geld Kosten und von den Erkrankungen reden wir schon gar nicht. Was braucht es noch, bis beim letzten der 20er gefallen ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen