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Verlängerung bis Baden Aargau drückt bei Limmattalbahn aufs Gas

  • Die Limmattalbahn von Zürich-Altstetten in Richtung Aargau soll künftig nicht in Killwangen enden, sondern bis nach Baden fahren.
  • Der Kanton Aargau hat dafür nun das Richtplanverfahren mit der konkreten Linienführung der Limmattalbahn gestartet.
  • Betroffene Gemeinden und Regionalplanungsverbände können sich bis am 16. November 2018 zu den Plänen äussern.
Geplante Linienführung Limmattalbahn
Legende: zvg: Kanton Aargau

Der Kanton hat mit der konkreten Planung für die Verlängerung der Limmattalbahn begonnen: Die neue Trambahn soll vom Bahnhof Killwangen-Spreitenbach weitergeführt werden in Richtung Baden, zunächst über Neuenhof, via eine neue Limmatbrücke ins Wettinger Wohnquartier Tägerhard-Ost. Von dort führt die Bahn weiter durch das Zentrum von Wettingen, dann über die Hochbrücke und via Schulhausplatzkreuzung zum Bahnhof Baden.

«Für uns hat dieser Ausbau sehr hohe Priorität, weil wir die ganze Region im Limmattal als wichtige Wirtschafts- und Wohnregion sehen und sie voranbringen möchten», sagt Simone Rangosch, Leiterin Abteilung Verkehr beim Kanton Aargau.

Die neue ÖV-Verbindung durchs Limmattal soll ein Bindeglied werden für die bestehenden Bahn- und Busverbindungen zwischen dem Ostaargau und der Region Zürich. Man plane hier die Verkehrslösung der Zukunft für einen wichtigen Wohn- und Arbeitsraum.

Mehrere Projekte bieten Chance für Koordination

Die Limmattalbahn ist ein riesiges Projekt für den Kanton. Alleine der Ausbau von Killwangen-Spreitenbach bis nach Baden kostet laut Kanton rund 500 Millionen Franken. Einen Teil davon soll via Agglomerationsfonds der Bund übernehmen. Für die geplante Linienführung braucht es ein komplett neues Bahntrassee sowie mindestens eine neue Limmatquerung.

Hier biete sich aktuell aber die Chance, dass man die Limmattalbahn zusammen mit der gesamten Verkehrsplanung Aargau-Ost anpacken könne, erklärt Simone Rangosch. Da in diesem Rahmen auch diverse Strassenbauprojekte in Planung sind (z.B. die Umfahrungen von Baden und Brugg), könne man diese Projekte gut aufeinander abstimmen, heisst es beim Kanton Aargau. «Es wäre viel schwieriger, wenn Dinge schon fixiert sind», sagt die Leiterin Abteilung Verkehr.

Es ist noch ein langer Weg zur Bahn

Für die Verlängerung der Limmattalbahn von Spreitenbach bis Baden braucht es nun noch eine Menge Detailplanung und Abklärungen. Daneben dürfte es auch noch politische Diskussionen geben. Nach der nun laufenden Mitwirkung gibt es eine öffentliche Anhörung zum Projekt. 2019 wird das Aargauer Kantonsparlament die Limmattalbahn diskutieren und aller Voraussicht nach dürfte es auch noch eine Volksabstimmung geben.

Sofern alles ganz optimal laufe, könnte die Bahn ab 2032 ihren Betrieb aufnehmen, heisst es beim Kanton Aargau. Zuvor wartet aber noch eine Abstimmung im Kanton Zürich. Hier muss das Stimmvolk im September den Kredit für die zweite Etappe der Limmattalbahn von Schlieren bis Spreitenbach noch definitiv absegnen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Koch (Ultralauscher)
    Die im Artikel beschriebene Lebensführung der Limmattslbahn löst bei mir Kopfschütteln aus. Grade würde der Schulhausplatz in Baden fertig erstellt mit dem Ziel, die Verkehrsabläufe flüssiger zu gestalten.  Die Limmattalbahn soll  mal diesen Platz queren - absurd. Dadurch wird ja der Sinn des zügigen Verkehrs zunichte gemacht. Und: Eine Bahn über  den Schulhausplatz hätten wir in den 60erJahren schon mal. Weshalb wohl hat man diese dann in den Untergrund verlegt?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    In den 60iger Jahren wurden in unserem Land laufend Tram- und Ueberland-Schmalspur- Bahnen aufgehoben und stillgelegt! Nun, 60 Jahre später will man mit neuen Tram (Uebrland-Schmalspur-Linien) die Grossagglomerationen wieder unter einander verbinden! Ein 3. Gleis der SBB-Strecke Baden-Wettingen-Killwangen (und zusätzlichen Haltestellen) wäre eine günstigere Alternative, um die Aargauer von Baden und Wettingen täglich zur Arbeit nach Zürich und deren westlichen Vororte zu karrettlen!
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    1. Antwort von Ruedi Lais (Ruedi Lais)
      Eine Stadtbahn wie die LTB hat nicht die Aufgabe, Pendler über 10 oder mehr Kilometer zu transportieren, dazu ist sie viel zu langsam. Sie verbindet S-Bahnstationen mit Arbeitsplatz- und Einkaufszentren, grossen Siedlungsgebieten und anderen Magneten wie Spitäler, Stadien etc. Die Agglomeration Baden-Wettingen wird in 20 Jahren genügend Verkehrsaufkommen haben, um eine Stadtbahn zu rechtfertigen. Planen muss man sie aber schon heute.
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