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Legende: Audio Mit der Stromproduktion im Ausland verdient Alpiq Geld, nicht aber in der Schweiz. abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 26.08.2019.
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Verlust deutlich gestiegen Energiekonzern Alpiq weiter in den roten Zahlen

  • Alpiq schreibt im ersten Halbjahr 2019 einen Verlust von 206 Millionen Franken.
  • Nach einem Minus von 124 Millionen im ersten Halbjahr 2018 ist der Verlust damit deutlich gestiegen.
  • Hauptgrund für das Defizit ist die Schweizer Stromproduktion, im Ausland läuft es Alpiq besser.
  • Um umweltfreundlicher zu werden, trennt sich Alpiq von sämtlichen Kohlekraftwerken.

Die Schweizer Stromproduktion habe wie erwartet defizitär und unter Vorjahr abgeschlossen, teilte Alpiq am Montag mit. Alpiq bewirtschaftet rund ein Drittel der gesamten Schweizer Wasserkraftproduktion. Die Wasserkraftwerke litten unter einem tieferen Wasserzufluss.

Mit der Stromproduktion ausserhalb der Schweiz erwirtschaftete Alpiq im ersten Halbjahr 2019 den grössten Beitrag zum Gruppen-Ergebnis. Die Einheit habe positiv abgeschlossen, aber unter Vorjahr. Hauptgrund dafür war die Erneuerung eines langfristigen Energieliefervertrags des Gas-Kombikraftwerks in Ungarn zu aktuellen Marktpreisen.

Alpiq steigt aus Kohle aus

Alpiq will umweltfreundlicher werden. Deshalb verkauft der Konzern seine beiden Braunkohlekraftwerke in Tschechien an die tschechische Sev.en Energy Group. Der Verkauf soll im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden. Die Alpiq betreibt nach dem Verkauf keine Kohlekraftwerke mehr und senkt damit den CO2-Ausstoss ihrer Kraftwerke um mehr als 60 Prozent.

Nicht nur mit der Stromproduktion verdient Alpiq Geld, auch der Strom-Handel läuft gut. Alpiq spricht von einem «starken Ergebnis» beim Energie-Handel.

Deutlich weniger Umsatz

Der Nettoumsatz von Alpiq sank im ersten Semester 2019 markant. Allerdings ist der starke Rückgang vor allem auf den Verkauf des Industriegeschäfts zurückzuführen. Ende Juli 2018 wurde das Dienstleistungsgeschäft, etwa die Gebäudetechnik und das Gebäudemanagement, für 790 Millionen Franken an die Baugesellschaft Bouygues in Frankreich verkauft.

Damit wandte sich Alpiq ausschliesslich ihrem traditionellen Geschäft zu, der Stromproduktion. Aber auch der Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft ging um knapp 15 Prozent auf 2,21 Milliarden Franken zurück, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Ab 2020 soll es aufwärts gehen

Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigte Alpiq den geltenden Ausblick: Erwartet wird ein tieferes operatives Ergebnis als im Vorjahr. Zwar sind die Strompreise im Grosshandel am Steigen, davon profitiert Alpiq aber noch nicht.

Weil der Konzern an Verträge gebunden ist, die mit tieferen Preisen rechnen, werden sich die steigenden Strompreise erst verzögert im Ergebnis niederschlagen. Ab 2020 werde Alpiq dann vom Aufwärtstrend profitieren, heisst es.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Super! Kraftwerk an die Tschechen verkauft. Nur hilft das dem Klima überhaupt nicht!
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Beim Namen klingt bei mir immer noch eher ein Mineralwasser an, derweil das Geschäftsmodell hier deutlich schwieriger ist, Energie kann man nicht einfach in Wasser abfüllen und flott verkaufen. Im Gegenteil, die Gestehungskosten liegen deutlich über dem Marktpreis! Zur Erinnerung: Alpiq wollte Wasserkraftwerke verkaufen, aber fand keine Käufer. Alpiq wollte seine Anteile an CH AKWs verschenken bzw. für 1.- CHF verkaufen, klappte auch nicht. Aber vielleicht klappts jetzt mit Kohlekraftwerk...
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