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Wahlen 2019 Seniorenliste vor dem Aus?

  • Da es die SVP ihren älteren Mitgliedern erschwert, sich für den Nationalrat aufstellen zu lassen, planen einige Aargauer eine bürgerliche Seniorenliste.
  • Prominentester Mitinitiant des Projektes ist der 75-jährige SVP-Nationalrat Maximilian Reimann.
  • Mit dem ehemaligen Grossrat Wolfgang Schibler ist nun ein prominenter Kandidat abgesprungen.
Maximilian Reimann im Nationalrat.
Legende: Kann Maximilian Reimann seine Karriere im Nationalrat mit der Seniorenliste retten? Die Gefolgschaft bröckelt. Keystone

Ziel der Liste sei es, dass auch die Senioren weiterhin ihre bürgerlichen Vertreter im Nationalrat hätten, erklärte Maximilian Reimann im Frühling 2018.

Nun sind aber potenzielle Kandidaten, die bereits provisorisch zugesagt hatten, wieder abgesprungen. Einer davon ist der ehemalige Grossrat Wolfgang Schibler.

SVP-Fraktion Nationalrat

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Die SVP Aargau stellt sieben Nationlräte. Maximilian Reimann (Jahrgang 42) wird 2019, am Ende der Legislatur, 32 Amtsjahre in Bern haben. Bei Ueli Giezendanner (Jg. 1953) und Luzi Stamm (Jg. 1952) sind es je 28 Jahre. Silvia Flückiger (12 Amtsjahre) hat Jahrgang 1952.

Wer älter als 63 ist oder mehr als 16 Amtsjahre hat, braucht bei der SVP Aargau für eine erneute Nomination eine Zweidrittel-Mehrheit im Kantonalvorstand (100 Personen) und auch am Parteitag.

Im April 2017 wurde bekannt, dass Flückiger, Giezendanner und Reimann nicht mehr antreten wollen. Ihren Nationalrat Luzi Stamm will die SVP aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nominieren. Im April 2018 hiess es von Maximilian Reimann, er lanciere eine Seniorenliste.

Das Hauptproblem für Schibler: Er möchte nicht die SVP konkurrenzieren. Das könne mit einer solchen Liste aber passieren. Zudem sei das Projekt in den letzten Monaten nicht wirklich vorwärts gekommen, sagt er im Gespräch mit SRF. Es habe nie ein Treffen der möglichen Kandidaten gegeben. Er wolle deshalb nicht auf der Seniorenliste sein und habe dies Maximilian Reimann und auch Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau, so mitgeteilt.

Wo das Projekt derzeit steht ist unklar. Prominentester Mitinitiant Maximilian Reimann, derzeit für die SVP im Nationalrat, wollte keine Auskunft über den Projektstand abgeben. Es gehe noch lange bis zu den Nationalratswahlen, findet er. Diese finden am 20. Oktober 2019 statt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Und was die heutigen Senioren auch noch geleistet haben ist, dass sie seit Eintritt ins Erwerbsleben für diejenigen bezahlt haben, die im Rentenalter waren, selbst aber nie Beiträge geleistet hatten. Wir haben das gerne getan, lassen uns aber nicht gerne sagen, wir seien nun auch noch eine unerträgliche Last für die heutigen Jungen. Ohne CVP und SP droht die Schweizer Politik eine immer unmenschlichere Richtung einzuschlagen. Ich hoffe auf eine Umkehrung des Trends zu den "Bürgerlichen".
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Warum lanciert die SP keine Seniorenliste? Oder die CVP? Das sind die einzigen Parteien, die sich noch für die Menschen einsetzen, die ihr ganzes Leben gearbeitet, Steuern bezahlt und Dienste wie Militärdienst oder Feuerwehr geleistet haben. Und für die Frauen, die ihr ganzes Leben für die Familie investiert haben und - wenn sie ihren Mann verlieren - von SVP und FDP im Stich gelassen werden. Selbst die Witwenrente wollten die "Trumpianer" diesen Frauen klauen!
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  • Kommentar von Jeff Kastens (JeKaMo)
    Genauso wie die Jugend gehört auch das Alter ins Parlament. Sind beides relevante Bevölkerungsgruppen.
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