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Aargau Solothurn Widerstand gegen den Durchgangsplatz für Fahrende in Benzenschwil

Am Samstag haben Gegner des geplanten Durchgangsplatzes für Fahrende in Benzenschwil protestiert. Sie entrollten beim Kreisel ein Transparent. Gleichzeitig sammeln die Gegner auch Unterschriften. Über 1000 Anwohner hätten die Petition bereits unterstützt.

Visualisierung des Durchgangsplatzes, eine Wiese mit einem kleinen Gebäude und Wohnwagen.
Legende: Visualisierung des geplanten Durchgangsplatzes in Benzenschwil (Merenschwand): Nun steht dort ein Protestplakat. zvg

Die Aargauer Regierung möchte in der Nähe des Kreisels in Benzenschwil einen Durchgangsplatz für Fahrende einrichten. Die entsprechende Anpassung des Richtplans ist im Moment in der Vernehmlassung bei Parteien und Verbänden. Danach muss der Grosse Rat in Aarau über den Platz entscheiden.

Anwohner protestieren aber bereits heute massiv gegen den geplanten Durchgangsplatz. Ein Komitee um SVP-Mitglied Fritz Beck sammelt Unterschriften für eine Petition. «Wir haben bereits über 1000 Unterschriften und es werden täglich mehr», bestätigt Beck einen Bericht der «Aargauer Zeitung». Am Samstag protestierten zudem einzelne Anwohner direkt auf dem Gelände und entrollten ein Transparent.

Schlechte Erfahrungen mit Fahrenden

«Der Platz ist wohl am Dorfrand, aber in direkter Nähe zu einem neu entstehenden Gewerbe- und Wohngebiet», erklärt Fritz Beck auf Anfrage von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Als Hauptargument gegen den Platz führt Beck den Verlust von Fruchtfolgeflächen an. Auf Nachfrage aber wird klar: Es geht auch um die Fahrenden.

«Es gibt Bauern, die bereits heute freiwillig gewissen Fahrenden Plätze zur Verfügung gestellt haben. Diese Bauern haben zum Teil negative Erfahrungen gemacht mit Schmutz, sogar Ölwechsel wurden auf den Feldern durchgeführt. Das wollen wir natürlich nicht», führt Beck die Argumentation der Gegner aus.

Am Dienstag findet in Benzenschwil eine Informationsveranstaltung zum geplanten Durchgangsplatz statt. Kanton und Gemeinde wollen dann die Bevölkerung informieren. Fritz Beck und sein Komitee werden natürlich ebenfalls anwesend sein. Gleichzeitig wollen sie mit der Petition und mit direkten Gesprächen mit Grossräten aus der Region aber auch in Aarau Druck ausüben.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Lis Kistler, Kt. Zürich
    Schweizer Fahrende bezahlen STEUERN wie jeder Schweizer, machen Militärdienst und zahlen AHV! Frau Eberhard zahlt ja so gesehen, auch aus Eigenutz AHV, auch sie möchte im Alter eine Rente. Wer was vor seinen Wohnwagen spannt, ist Privatsache!!! Oder schreibt Ihnen jemand vor, was sie fahren dürfen? Also, es sollte mal endlich SCHLUSS sein, it den alten Vorurteilen.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Wendelin Hochstrasse Winterthur, Sie sollte sich besser informieren bevor Sie sich äussern. Echte Fahrende ob Schweizer oder Ausländer bezahlen keine Steuern, dass sie natürlich AHV bezahlen ist eigentlich normal, wie sollten Sie sonst später eine Rente bekommen, das sind Eigeninteressen. Ich hasse es mich mit blauäugigen Linken zu unterhalten.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Die Fahrenden oder was auch immer zahlen keine Steuern und deshalb hat das steuernzahlende Volk das Recht, sich gegen solche Plätze für Fahrende, welche jedoch von der steuernzahlenden Bevölkerung unterhalten werden, Einspruch zu erheben. Ich finde in der Schweiz sollte mehr Gerechtigkeit auch gegenüber Steuerzahlern herrschen und dann würden auch solche Diskussionen aufhören. Aber die Schweiz lebt immer noch im 20. Jahrhundert und hat gar nichts dazu gelernt.
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    1. Antwort von Wendelin Hochstrasser, Winterthur
      Frau Eberhard, sie sitzen alten Vorurteilen auf: Solche Plätze werden (hauptsächlich) von Schweizer Fahrenden benutzt. Sie haben einen Schweizer Pass, zahlen hier Steuern und AHV, die Männer leisten in der Schweizer Armee Militärdienst.
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