Wie klingt Baden?

Anlässlich des internationalen Tags gegen Lärm am 27. April finden in verschiedenen Schweizer Städten Klangspaziergänge statt. Wie vielfältig eine Stadt klingt und welche Rolle die Architektur dabei spielt, kann in einem Spaziergang durch die Stadt Baden erlebt werden. Wir haben es ausprobiert.

Die beiden Akustiker Inès und Fabian Neuhaus beschäftigen sich beruflich mit Klängen und mit Lärm. Vom Kirchplatz in Baden aus führten sie Radio SRF durch die verschiedenen Gassen der Stadt, durch Passagen und Unterführungen.

Im Zentrum standen die Veränderungen von Klang und Stimmung beim Wechseln der jeweiligen Räume. Durch bewusstes Hinhören konnten diese Veränderungen erlebt werden.

Wie verändern Gebäude den Klang?

Dabei zeigten die beiden Akustiker immer wieder, wie stark Gebäude für den Klang einer Umgebung verantwortlich sind, ob wir uns auf einem Platz wohl fühlen oder nicht. Gerade Orte, wie der untere Bahnhofplatz, würden es für uns schwierig machen, uns zu orientieren, erklärt Akustiker Fabian Neuhaus.

Die Geräusche könne man nur schlecht lokalisieren, deshalb fühlten sich die Menschen auf diesem Platz auch nicht besonders wohl. Schuld daran seien die Gebäude aus den 70er- Jahren mit ihren hohen parallelen Glassfassaden.

Im Gegensatz dazu stehe die Badstrasse. Die versetzten Gebäude würden eine Art «Wohnzimmeratmosphäre» schaffen, wo sich die Menschen sofort wohl fühlen, erklärt Inès Neuhaus. Dies lade zum Einkaufen ein.

Im Rahmen des internationalen Tags gegen Lärm findet am Mittwoch, 27. April, um 18 Uhr ein Klangspaziergang durch die Stadt Baden statt.