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Kanton Aargau reagiert auf Chlorothalonil-Werte im Trinkwasser
Aus Schweiz aktuell vom 23.07.2019.
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Zu viel Chlorothalonil Gift im Trinkwasser: Aargau nimmt zwei Wasserfassungen vom Netz

  • Der Bund hat kürzlich einen Grenzwert für Chlorothalonil festgelegt. Der Stoff gilt seit 2017 als möglicherweise krebserregend.
  • Im Aargau liegen etwa 10 Prozent der Trinkwasserproben über dem Höchstwert.
  • Zwei Wasserfassungen wurden jetzt umgehend vom Netz genommen, weil der Höchstwert deutlich überschritten wurde.
  • Welche Gemeinden betroffen sind, will der Kanton Aargau weiterhin nicht bekannt geben.

108 Wasserproben hat der Kanton Aargau untersucht, seit der Bund einen Grenzwert für den Giftstoff Chlorothalonil festgelegt hat. Zwei Proben seien mehr als das Zehnfache über dem neuen Grenzwert gelegen, präzisiert Alda Breitenmoser, Chefin des kantonalen Amts für Verbraucherschutz, eine Mitteilung vom Dienstag.

Man habe den Gemeinden empfohlen, die beiden Wasserfassungen sofort vom Netz zu nehmen. Es sei eine «zusätzliche Vorsichtsmassnahme, die über die Vorgaben des Bundes hinausgeht», sagt Breitenmoser.

Gemeinden bleiben vorläufig geheim

Welche Aargauer Gemeinden zu viel Chlorothalonil im Trinkwasser haben, will der Kanton weiterhin nicht bekannt geben. «Solche Informationen geben wir nur bekannt bei einer unmittelbaren akuten Gesundheitsgefahr. Und weil das hier nicht der Fall ist, machen wir das nicht», sagt die Amtschefin.

Zwar sind die Grenzwerte in zehn Prozent der Fälle überschritten, doch es hat im Schweizer Trinkwasser nicht mehr Chlorothalonil als in den vergangenen Jahren. Neu ist lediglich, dass es jetzt einen Grenzwert gibt.

Welche Gemeinden betroffen sind, dürften die Aargauer trotzdem bald erfahren. Die Gemeinden selber sind verpflichtet, ihre Bevölkerung periodisch über die Qualität des Trinkwassers zu informieren.

Warten auf den Bund

Der Kanton Solothurn hatte vergangene Woche bekannt gegeben, welche Gemeinden von zu viel Chlorothalonil betroffen sind. Und er hat den Gemeinden unter anderem geraten, belastetes Trinkwasser mit sauberem zu mischen.

Der Kanton Aargau wartet noch mit solchen Empfehlungen an seine Gemeinden. Man wolle die Weisungen des Bundes abwarten, die für den 5. August in Aussicht gestellt wurden, sagt Verbraucherschützerin Alda Breitenmoser.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Widmer  (pinkpoet)
    Hauptsache, die Chemie- und Landwirtschaft hatte 50 Jahre freie Hand...die Verantwortlichen WISSEN seit vielen Jahrzehnten, dass zuviel Chemie in den Boden geht und da weiter wirkt. Wie schon die Indianer in Nordamerika sagten: Irgendwann wird der weisse Mann erfahren, dass man Geld nicht essen oder trinken kann.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Jahrzehntelange, skrupellose Vergiftung von Erde und Wasser, durch eine Masse an Chemie, durch Industrien, industrialisierte Landwirtschaft, haben logischerweise auch das Wasser vergiftet! Die Grenzwerte, wurden über Jahre hinweg, immer wieder angepasst..... das ist verantwortugnsslose, gsundheitsschädigende Volks-Politik!
  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Liebe Aargauer Regierung, gebt uns die Werte doch freiwillig bekannt,
    bevor euch das Volk dazu zwingt.
    Wir haben das Recht, diese Werte zu kennen, bezahlen wir doch fürs Trinkwasser.
    1. Antwort von Ernst Richener  (Schmutz Fink)
      @Kobeli: Und bezahlen erst noch Deren Gehalt!
      Und wir leben ja erst noch,in der besten Demokratie der Welt!