Theater Basel Alle drei Sparten in einem Musical

Direktor Andreas Beck war 2015 angetreten mit der Ansage, er wolle die drei Sparten stärker vermischen. Seither lässt er öfter Tänzer auf der Schauspielbühne auftreten. Mit «Carousel» feierte er nun erstmals eine Premiere, bei der Tänzer, Sängerinnen und Schauspieler zusammen auf einer Bühne stehen.

Der Auftakt zur Drei-Sparten-Inszenierung des Theater Basel am Donnerstagabend war getrübt: Das erwartungsvolle Premieren-Publikum bekam zuerst keine Musicalszene auf der Bühne zu sehen, sondern den Intendanten. Andreas Beck informierte vor Beginn des Stückes, dass der Hauptdarsteller Christian Miedl krank sei. Ersatz habe man kurzfristig mit Stefan Zenkl gefunden - nur wenige Stunden vor der Premiere. Und so stand der Hauptdarsteller bei der Premiere mit einem Knopf im Ohr und einem Spickzettel auf der Theaterbühne. Die Sympathien des Publikums waren ihm aber gesichert und er meisterte seinen Einsatz sehr gut.

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Das Musical «Carousel»

«Carousel» spielt im US-Arbeitermilieu während der industriellen Revolution. Im Mittelpunkt steht Schausteller Billy Bigelow. Als er seine schwangere Frau nicht mehr unterstützen kann, gerät er auf die schiefe Bahn. «Carousel» enthält Evergreens wie «June is bustin’ out all over» oder «You’ll never walk alone»

Schauspiel, Oper und Ballett vereint

Im Musical «Carousel» wurden am Theater Basel zum ersten Mal die drei Sparten Schauspiel, Ballett und Oper in einer Inszenierung vereint. Dass sowohl Tänzerinnen, Sängerinnen und Schauspieler zusammen auf der Bühne sind, sorgt für Abwechslung und Vielfalt. Aber die angestrebte Verschränkung der drei Sparten gelang trotzdem nur bedingt: Oft wechselten sich die Mitglieder der einzelnen Sparten auf der Bühne ab, es waren also häufig nur Tänzerinnen auf der Bühne, oder dann nur Sänger. Eine Symbiose blieb aus.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)