Zum Inhalt springen

Header

Audio
Mäss und eine potentiell gewalttätige Demo gleichzeitig - das geht für viele Politiker gar nicht.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 31.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:30 Minuten.
Inhalt

Anti-Kriegs-Demo SVP und LDP kritisieren Kantonspolizei

In Basel darf am Samstag während der Herbstmesse eine prokurdische Kundgebung stattfinden. Für LDP und SVP ein Fehler. Sie befürchten Krawalle und fordern die Kantonspolizei dazu auf, die Bewilligung zurückzuziehen. Die Polizei verteidigt den Entscheid.

In Basel ist Herbstmesse. Entsprechend voll dürfte die Basler Innenstadt am kommenden Samstag sein. Dass die Basler Kantonspolizei nun einen prokurdischen Demonstrationszug bewilligt hat, welcher vom Theaterplatz über Barfüsserplatz, Marktplatz und Claraplatz bis zur Dreirosenanlage führt, verärgert einen Teil der Basler Politik.

Ich bin entsetzt und kann das überhaupt nicht verstehen.
Autor: André AudersetLDP-Grossrat

SVP und LDP kritisieren den Entscheid heftig. «Ich bin entsetzt und kann das überhaupt nicht verstehen» sagt LDP-Grossrat André Auderset. Und SVP-Grossrat Joël Thüring fordert Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) dazu auf, den Entscheid zurückzuziehen. «Eine Korrektur dieses Entscheids wäre ein weiser Schritt und würde Grösse zeigen», sagt Joël Thüring.

Es gibt ein erhebliches Krawallpotenzial.
Autor: Joël ThüringSVP-Grossrat

Beide Parteien befürchten, dass es rund um die Demonstration zu Krawallen kommen könnte. Auf einer linksautonomen Internetseite wird für die Demonstration mobilisiert und gleichzeitig zu «Angriffen auf Kriegsprofiteur*innen» aufgerufen. Was damit gemeint sein könnte, zeigen Aktionen aus den vergangenen Wochen. So wurden in Basel eine Mercedes-Garage versprayt, in Bern die Scheiben eines Turkish-Airlines-Reisebüros eingeschlagen oder in Zürich der Briefkasten einer türkischen Firma gesprengt. «Es gibt ein erhebliches Krawallpotenzial», sagt darum Joël Thüring.

Keine Bewilligung wäre riskanter.
Autor: Toprak YerguzSprecher Kantonspolizei

Polizeisprecher Toprak Yerguz verteidigt den Bewilligungsentscheid der Basler Kantonspolizei mit polizeitaktischen Überlegungen und sagt, keine Bewilligung wäre riskanter: «Bei einer unbewilligten Demonstration kann es zu Kollateralschäden kommen. Darum hat sich die Kantonspolizei entschieden, den Organisatoren die Bewilligung zu erteilen.» Damit habe die Kantonspolizei Ansprechpersonen, könne die Routenwahl und den Zeitplan mitbestimmen und darauf hinwirken, dass die Auswirkungen auf die übrige Bevölkerung möglichst gering seien.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Sind die Organisatoren aus Kreisen der Kurden schlau,blasen
    sie diese Demo ab und überlassen das Feld den von der Regierung
    so geschätzten linken Chaoten.Sich solche Begleitung ins Boot
    setzen zu lassen,birgt das Risiko,das zweifellos vorhandene Goodwill
    bei der hiesigen Bevölkerung zu verlieren.Das wäre schade für diese
    sympathische Volksgruppe.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen