Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Wie geht es weiter mit dem Restaurant Gempenturm? abspielen. Laufzeit 04:46 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 02.07.2019.
Inhalt

Ausflugsziel Besitzer hat andere Ideen für Beiz beim Gempenturm als der Kanton

Es geht um die Frage: Soll das Gebäude im bisherigen Stil ausgebaut werden oder einen modernen Anbau erhalten?

Hansruedi Kellenberger sitzt auf der Terrasse des Restaurants Gempenturm. Vor ihm auf dem Tisch liegen Pläne, die er in den vergangenen zehn Jahren von einem Architekten zeichnen liess. Für ihn ist klar, wie das Restaurant künftig aussehen soll: Das heutige Gebäude soll einen Anbau erhalten im gleichen Baustil. «Das ganze Gebäude würde ein Drittel breiter. Das Haus, das heute asymmetrisch ist, würde symmetrisch. Es sähe aus wie ein kleines Bundeshaus.» Das Problem dabei: «Leider wird es mir verboten, das Gebäude so zu bauen», klagt Hansruedi Kellenberger.

In der Juraschutzzone

Verboten respektive nicht bewilligt wird dies vom Kanton Solothurn. Das Restaurant liegt nämlich in der Juraschutzzone des Kantons - das heisst, für die Bewilligung zuständig ist nicht die Gemeinde Gempen, sondern der Kanton. Kommt hinzu, dass das Gebiet auch noch zum Bundesinventar der Landschaften und Denkmäler von nationaler Bedeutung gehört.

Beim Kanton federführend ist Markus Schmid, Beauftragter für Heimatschutz im Amt für Raumplanung. Er begründet die negative Haltung des Kantons zu Kellenbergers Bauplänen so: «Das Projekt würde das heutige Gebäude komplett verändern im historisierenden Sinn. In architektonischer Hinsicht sollte jedoch eine moderne und attraktive Lösung kommen.» Mit anderen Worten: Es sei nicht zeitgemäss, das Gebäude im Stil von früher zu vergrössern. Bei Gebäuden in der Landschaft sollte sich das Alte vom Neuen baulich abheben, wie dies auch bei vielen Berghütten in den Alpen der Fall ist.

Eine Pattsituation

Nur, genau dies will der Besitzer des Gempenturms nicht. Er möchte, dass das Restaurant in Zukunft ähnlich aussieht wie jetzt. Etwas Modernes zu bauen, nur damit dies den Vorgaben des Kantons entspricht, komme für ihn nicht in Frage. «Etwas zu bauen, das ich nicht will, ist ausgeschlossen.» Es ist also eine Pattsituation zwischen ihm und dem Kanton.

Hansruedi Kellenberger erläutert seine Baupläne.
Legende: Hansruedi Kellenberger, Besitzer des Restaurants Gempenturm, erläutert seine Baupläne. SRF

Interessant ist, dass sich die Gemeinde Gempen in diesem Konflikt auf die Seite des Restaurantsbesitzers schlägt. Der Gemeinderat kann zwar nicht mitbestimmen, Präsidentin Eleonora Grimbichler sagt aber, die Gemeinde habe ein grosses Interesse daran, dass man das Restaurant ausbaue: «Wir unterstützen das Projekt so, wie es der Eigentümer plant, weil wir daran interessiert sind, dass die Wirtschaft offenbleibt. Wir möchten nicht, dass der Eigentümer plötzlich das Projekt ganz liegen lässt, weil es ihm zu viel wird.»

Ein Runder Tisch

Stellt sich die Frage: Wie geht es denn nun weiter im Streit zwischen dem Besitzer des Restaurants Gempenturm und dem Kanton? Eine mögliche Lösung hat man vor drei Monaten an einem Runden Tisch diskutiert, den die Wirtschaftsförderung Forum Schwarzbubenland organisierte, um im Konflikt zu vermitteln. Dort einigte man sich darauf, dass nun ein Raumplanungsbüro einen Vorschlag ausarbeitet, der einen Ausweg aus der verzwickten Situation aufzeigt. Der Ausgang der Geschichte ist jedoch ungewiss.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Da werden überall schrecklich moderne Bauten hingestellt und sogar bewilligt, aber wenn ein Bauherr gerne einen Bau erstellen will, der in die Landschaft passt, haben doch Leute etwas dagegen welche die ganze Landschaft wenn möglich gar nicht kennen und nur nach Paragrafen reiten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen