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Autobus AG Liestal Die AAGL macht das Billet lösen einfach

Mit dem Smartphone einchecken und auschecken: Das kleine OeV-Unternehmen setzt voll auf einen Anbieter einer Handy-App.

Legende: Audio Digitales AAGL-Ticket abspielen. Laufzeit 04:00 Minuten.
04:00 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 03.12.2018.

Einsteigen, Platz nehmen und losfahren, ohne sich um das Billett zu kümmern: Eine Handy-App kommt dieser Vorstellung schon recht nahe. Passagiere müssen nur die App starten, sich einloggen und beim Aussteigen wieder ausloggen. Der Rest erledigt die App automatisch. Seit letztem Frühling kann man so in der ganzen Schweiz den öffentlichen Verkehr nutzen - auch in der Nordwestschweiz.

Mit der neuen digitalen Fahrkarte mache die Autobus AG Liestal (AAGL) einen weiteren Schritt in die Zukunft des Öffentlichen Verkehrs, ist Geschäftsführer Roman Stingelin überzeugt. Die technische Lösung des Partners Fairtiq kommt zwar bereits überall in der Schweiz zum Einsatz. Im Tarifverbund Nordwestschweiz ist die AAGL jedoch das erste Unternehmen, das auf diese App des Anbieters Fairtiq setzt.

2 Wischs pro Fahrt

Das System macht dem Fahrgast das Lösen eines Billets denkbar einfach: Er checkt mit einem Wisch über das Smartphone ein und mit einem zweiten Wisch beim Aussteigen wieder aus. Das System berechnet selbstständig die Fahrt und schickt dem Fahrgast auch eine Erinnerung, wenn er vergisst, auszuchecken.

Die Passagiere müssen sich auch nicht mehr um Dinge wie Spezialticket etc. kümmern. Das System verrechnet ihnen automatisch den günstigsten Tarif. Zudem wird bei mehreren Fahrten maximal der Preis einer Tageskarte verrechnet. Fairtiq ist nicht der einzige Anbieter einer solchen App. Konkurrent Lezzgo, der zur BLS gehört, funkioniert nach einem ähnlichen Prinzip.

Grössere Transportunternehmen befürchten Abhängigkeit

Die beiden grösseren Transportunternehmen der Region, BLT und BVB, geben sich zurückhaltend. Beide planen vorerst nicht mit der Autobus AG gleich zu ziehen und auch Partner eines Anbieteres zu werden. Branchenkenner gehen davon aus, dass sie befürchten, sich von einem Anbieter abhängig zu machen. Falls nämlich dieser dereinst den Markt dominieren sollte, könnte man ihm bei Verhandlungen ausgeliefert sein, zum Beispiel bei der Abgeltung der Provision pro verkauftes Ticket.

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