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Basel Baselland Basel-Stadt will bei «Beizen-Pranger» vorwärts machen

Informationen darüber, wie es um die Sauberkeit in einem bestimmten Restaurant oder auch einem Take-away steht: Basel-Stadt macht sich für eine entsprechende Regelung stark.

Lebensmittelkontrolleure mit einem Stück Fleisch vor vollem Kühlschrank.
Legende: In Basel sollen Gäste erfahren, welche Restaurants beanstandet worden sind. Keystone

In der Schweiz gilt bei der Information über die Sauberkeit von Restaurants, aber auch Lebensmittel-Betrieben wie Bäckereien oder Take-aways, im Moment noch die Schweigepflicht, d.h. es darf nichts darüber veröffentlicht werden. Eine Änderung dieser Praxis haben National- und Ständerat 2013 abgelehnt.

Basel-Stadt will aktiv werden

Basel-Stadt will nun abwarten, bis das Lebensmittel-Gesetz fertig beraten ist. Das sagt Anne Levy, Leiterin Gesundheitsschutz im Gesundheitsdepartement. Falls es dann dort bei dieser Schweigepflicht bleibe, überlege sich der Stadtkanton, selbst vorzupreschen: «Wir könnten uns dann vorstellen, zum Beispiel das sogenannte passive Öffentlichkeitsprinzip einzuführen.» Dieses sieht vor, dass Konsumenten auf Rückfragen die entsprechenden Informationen die verlangten Daten zur Sauberkeit der Betriebe erhalten. Teilweise kennt dies als einziger Schweizer Kanton schon Zug. Unterstützung kommt für dieses Postulat ausdrücklich auch von der Basler Regierung.

In Basel-Stadt besteht bei diesem sogenannten «Beizen-Pranger» wohl ein gewisser Handlungsbedarf: Kontrollen des Kantonslabors ergaben im 2013 nämlich, dass rund ein Drittel der kontrollierten 1000 Restaurations-Betriebe wegen mangelnder Hygiene beanstandet werden musste.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach
    Ich kann die National und Ständeräte nicht verstehen, dass sie die Schmutzwinke in der Lebensmittelverarbeitung nicht an den Pranger stellen wollen. Das Volk will wissen was in de Lebensmittel drin ist, das gilt auch für verdorbene Ware. Basel-Stadt scheint es begriffen zu haben. Es geht um das Wohl der Bürger.
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