Baselbieter CVP verzichtet auf die Hilfe der Grünen-Unabhängigen

Die Partei spannt bei den Nationalratswahlen nicht mit der grünen Splittergruppe zusammen. Mit dem Verzicht auf eine Listenverbindung will CVP-Präsident Marc Scherrer verhindern, dass es in der Partei zu Grabenkämpfen kommt. Nationalrätin Elisabeth Schneider muss nun aber um ihren Sitz zittern.

Marc Scherrer, Präsident der CVP Baselland. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Marc Scherrer, Präsident der CVP Baselland. zVg

Bei den Nationalratswahlen können Wahlallianzen matchentscheidend sein. Die Baselbieter CVP verzichtet nun aber auf Schützenhilfe der Grünen-Unabhängigen. Sie geht bei den Wahlen im Herbst keine Listenverbindung mit der grünen Splittergruppe ein. Dies berichtet die «Basellandschaftliche Zeitung».

Dieser Verzicht auf eine Wahlallianz mit den Grünen-Unabhängigen führt aber dazu, dass die amtierende CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider um ihren Sitz zittern muss. Der Grund: Mit dem Verzicht auf eine Verbindung mit den Grünen-Unabhängigen setzt die CVP auch die geplante Listenverbindung mit der GLP aufs Spiel. Die GLP will nämlich mit den Grünen-Unabhängigen zusammenspannen. Damit riskiert die Baselbieter CVP, dass ihr nur noch die BDP als Allianzpartnerin im Herbst bleibt.

CVP-Parteipräsident Marc Scherrer sagt: «Ein Zusammengehen mit den Grünen-Unabhängigen hätte zu einem Grabenkampf innerhalb unserer Partei führen können. Das wollten wir verhindern.» Der rechte Flügel der Partei hätte ein Zusammengehen mit den Grünen-Unabhängigen nicht goutiert, vermutet er.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)