Bildungspolitik Baselbieter Primarlehrer sind zufrieden mit dem Lehrplan 21

Gleich mehrere Initiativen bekämpfen derzeit im Baselbiet den Lehrplan 21. Jetzt zeigt aber eine Umfrage unter den Primarlehrerinnen und -lehrer, dass die Mehrheit mit dem neuen Lehrplan zufrieden ist.

Schulklasse, Kinder sitzen in Gruppen und strecken auf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Lehrplan 21 biete genügend Vorgaben für den Unterricht, findet die Mehrheit der Primarlehrer. Keystone

Seit rund anderthalb Jahren unterrichten Baselbieter Primarlehrerinnen und -lehrer nach dem Lehrplan 21. Und dieser definiere die Unterrichtsinhalte ausreichend, so das Fazit einer Umfrage. Im Schulalttag habe sich der Lehrplan mehrheitlich bewährt.

Lehrplan bewährt sich im Alltag

«Wir möchten diesen Weg weiterschreiten», bilanziert Monika Feller, Präsidentin der Baselbieter Schulleitungskonferenz Primarstufe (SLK). Der Widerstand unter den Lehrkräften, die den neuen Lehrplan 21 umsetzen, sei kleiner als in der Politik teilweise dargestellt. Rund 800 Lehrkräfte nahmen an der Umfrage teil, die der SLK zusammen mit der Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer (AKK) durchführte.

Detailliertere Leitplanken erwünscht

Auch der Lehrerverein Baselland (LVB) befragte seine Mitglieder in einer anderen Umfrage. Hier sind die Antworten der Primarlehrer weniger eindeutig: «Es gibt keine Fundamentalopposition gegen den Lehrplan», sagt LVB-Geschäftsführer Michael Weiss. «Aber viele Lehrerinnen und Lehrer finden, der Lehrplan lässt zum Teil zu grosse Freiheiten.» Die Umfrage zeige auch, dass sich viele Lehrkräfte detailliertere Leitplanken bei der Umsetzung des Lehrplans wünschten.

Das zeigt auch, dass die Kritik am Lehrplan 21 zwar nicht unberechtigt ist, aber auf Ebene Primarschule oft nicht verhältnismässig sei, folgert Weiss.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)