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Basel Baselland Baselland: Sparpläne für die Uni, Geld für die ETH

Am Donnerstag diskutiert der Landrat einen Vorstoss von SVP-Präsident Oskar Kämpfer, der die gemeinsame Uni-Trägerschaft mit Basel-Stadt künden will. Gleichzeitig beantragt die Regierung dem Landrat 5 Millionen Franken für den Ausbau der ETH in Basel.

Uni Basel
Legende: Die Baselbieter Bürgerlichen wollen vor allem die Forschungsbereiche an der Uni unterstützen, die der Wirtschaft nützen. Juri Weiss

Auf den ersten Blick ist es ein Widerspruch: Die Baselbieter Regierung will jährlich 25 Millionen weniger an die Universität zahlen; SVP-Präsident Oskar Kämpfer fordert gar, das Baselbiet solle den Univertrag mit Basel-Stadt künden und die gemeinsame Trägerschaft der Uni in Frage stellen. Und nun beantragt die Regierung dem Landrat einen Kredit über 5 Millionen Franken für das Systembiologie-Forschungszentrum der ETH in Basel.

Für den Landrat und SVP-Präsidenten Oskar Kämpfer gibt es aber keine Verbindung zwischen den beiden Geschäften: «Bei der Universität geht es darum, einen Staatsvertrag zu korrigieren, bei der ETH dagegen geht es um ein neues Projekt und eine zusätzliche Stärkung des Bildungsstandorts.» Ausserdem solle das Geld für die ETH aus dem Fonds für Infrastrukturprojekte kommen. «Im Rahmen der neuen Finanzstrategie sollten wir Projekte, die uns in Zukunft Vorteile bringen, nicht abblocken.»

Bildung soll der Wirtschaft dienen

Die Baselbieter Bürgerlichen finden also, man solle bei der Finanzierung von Bildungsprojekten mehr auf den konkreten Nutzen zu schauen. Mit Rosinenpickerei habe das nichts zu tun, findet FDP-Fraktionspräsident Rolf Richterich: «Wir müssen auch mitreden dürfen bei der Ausrichtung der Uni, nicht nur die Entscheidungen von Basel-Stadt abnicken.»

Die Universität müsse die Bedürfnisse des Marktes abdecken, findet Richterich: «Das wäre ein klügerer Ansatz als der humanistische, bei dem man ein breites Spektrum anbietet.» Gerade deshalb müsse man auch in Zeiten knapper Finanzen in wirtschaftsrelevante Felder wie die Systembiologie investieren.

Zunächst wird am Donnerstag aber einmal eine andere Grundsatzdebatte geführt, nämlich jene, ob Baselland die gemeinsame Trägerschaft der Uni weiterführen soll.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi)
    Die Politgenies in Liestal wissen wirklich nicht was sie wollen. Es ist an der Zeit neue, zuverlässige Partner zu suchen. Wieso nicht Kooperationen mit Freiburg i.B. und Strasbourg. Die Landuni Liestal kann dann die Fachrichtungen Dubelogie und Idiotik ausbauen.
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