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Sicherheitsprobleme in der Basler St. Jakobshalle behoben?
Aus Schweiz aktuell vom 27.11.2019.
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Basler St. Jakobshalle Fehler und Missverständnisse führten zur Konzertabsage

Im Konflikt um den Brandschutz in der Basler St. Jakobshalle gaben die Verantwortlichen heute Fehler zu. Wer sie gemacht hat, bleibt aber völlig offen.

Die gute Nachricht lautet: Das Konzert von morgen Donnerstag «The World of Hans Zimmer» kann stattfinden. Die Behörden können damit eine weitere Blamage vermeiden. An einer Medienkonferenz heute Morgen teilten die Verantwortlichen mit, die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung und die baselstädtischen Dienststellen hätten sich zusammengesetzt und eine Lösung gefunden, welche die notwendigen Brandschutzmassnahmen garantiere.

Fünf Personen sitzen an einem Tisch.
Legende: Medienkonferenz in der St. Jakobshalle von heute Morgen. Die Basler Regierungsräte Hans-Peter Wessels und Conradin Cramer informierten heute Morgen in der St. Jakobshalle gemeinsam mit Sven Cattelan, CEO der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung. SRF/Benedikt Erni

Allerdings bleiben weitere Fragen offen. So ist weiterhin nicht ganz klar, warum genau es am Wochenende zu der kurzfristigen Absage gekommen war. Es sei um «technische und organisatorische Mängel» gegangen, sagte der Chef der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung Sven Cattelan. Weshalb aber die Zusammenarbiet zwischen der Basellandschaftlichen Versicherung und den Basler Behörden dermassen schlecht funktionierte, dass am Ende gar ein Konzert abgesagt werden musst blieb offen. Der Basler Regierungsrat Conradin Cramer sprach nur von «einer schwierigen Zeit, die hinter uns liegt.» Inzwischen herrsche aber ein anderer «Spirit».

Fehler und Missverständnisse

Erst auf Nachfrage gaben die Verantwortlichen zu, es seien Fehler gemacht worden im Vorfeld und es habe Missverständnisse und Kommunikationsprobleme zwischen dem Kanton Basel-Stadt und der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung gegeben. Sven Cattelan, Chef der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung, erklärte, es sei vor allem um die Frage gegangen, wie schnell bei einem Brand Rauch abziehen könne. Dieser Nachweis liege jetzt vor, aber bloss für das Konzert von Donnerstag, für weitere Events müsse er noch erbracht werden. Um welche Mängel es dabei aber konkret ging, wollte Cattelan auch auf Nachfrage des Regionaljournals Basel nicht preis geben: «Ich kann nicht alles im Detail aufzählen. Tut mir leid.»

Sonderfall St. Jakobshalle

Die St. Jakobs Halle liegt auf Baselbieter Boden. Für den Brandschutz ist deshalb auch die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung zuständig. Für alles, was jedoch mit dem Betrieb zusammenhängt, sind die Basler Behörden verantwortlich.

Die Vertreter des Kantons Basel-Stadt betonten an der Medienkonferenz, dass es keine grösseren baulichen Veränderungen brauche, um den Brandschutz in der St. Jakobshalle zu verbessern. Es handle sich nur um «Feinjustierungen». Warum es unter diesen Umständen zu einer Absage kommen musste, bleibt weitgehend unklar.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Luca Caviezel  (FluCa80)
    Die St.Jakobshalle ist ein Trauerspiel. Das Geld für die Renovation wurde mit dem Argument "Umbau für Events und Breitensport" (auf dem Areal hat es Turnhallen, die von Vereinen und Schulen gebraucht werden) erschwindelt. Kaum war es gesprochen ging es nur noch um die Interessen der Events + der Breitensport zählte nichts mehr!
    Entgegen früherer Bekundungen wurden die Turnhallen bei den Swiss Indoors z.B. wiederum als Medienzentrum missbraucht + die Breitensportler mussten für 4 Wochen raus.
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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Die Würmlein winden sich... Peinlich im Quadrat für beide Seiten!
    Der Vorschriften Dschungel wächst wie ein Krebsgeschwür und von den Kosten die diese verursachen wollen wir lieber nicht reden. Der Bürger bzw. die Firmen müssen einfach machen und zahlen. Woher das Geld kommt ist den Beamten und GBVBL egal.
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  • Kommentar von Heinz Büchi  (HEBUE)
    Ich gehe mit den beiden Kommentaren nicht ganz einig. Dank der rigiden Vorschriften der Kantonalen Brandschutzbehörden konnten in den letzten Jahren viele Verletzte oder gar Todesopfer verhindert werden. Vorschriften sind da, um eingehalten zu werden. Auch die Feuerwehren verlassen sich auf deren Einhaltung. Wie sonst sollten sie das Feuer bekämpfen und Personen retten so gut ausführen, wie wir es immer wieder erfahren dürfen?
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    1. Antwort von Luca Caviezel  (FluCa80)
      Niemand will Zustände wie in Drittweltländern oder uralt Gebäuden, aber die hiesigen Vorschriften bei Neubauten bezüglich Gebäudeversicherung, Brandschutz etc. sind nicht mehr rational. Die Bausubstanz muss brandsicher sein, die Notausgänge werden bezüglich Anzahl und Grösse für einen unrealistischen worst Case konzipiert werden, die Kosten werden ins unendliche getrieben. Mich würde interessieren, in welchen neuen Gebäuden Verletzte verhindert wurden?
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