Basler Musikszene Basler «Zeal & Ardor» sorgen für Aufsehen

Aus einer Spielerei am Laptop wird praktisch über Nacht ein internationaler Musikhype. Die Rede ist von «Zeal & Ardor», einem Musikprojekt rund um den Basler Manuel Gagneux. Aus Langeweile mischt er Black Metal mit Sklavengesang, stellt die Songs ins Internet und sorgt dort für Furore.

Fünf Männer und eine Frau. Sie sind Mitglieder einer Musikband. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zeal&Ardor gut gelaunt. Die Basler Band sorgt für Furore - und für Lärm und Nuancen. SRF

Zunächst war «Zeal & Ardor» ein Soloprojekt, entstanden aus Experimentierfreude. Gagneux bittet in einem Internetforum, ihm zwei Musikrichtungen zu nennen, daraus wolle er innerhalb von 30 Minuten einen neuen Sound kreieren. Als ihm anonyme Nutzer den Vorschlag machten, Sklavenmusik und «Black Metal» zu kombinieren, reagiert Gagneux zunächst pikiert, schliesslich hat er selber afro-amerikanische Wurzeln. Aber die Idee lässt ihn nicht mehr los und er entdeckt überraschende Parallelen zwischen diesen Musikstilen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten.

«Zeal & Ardor» auf internationalen Bühnen

Er stellt die Songs ins Internet und dort wird die Fachwelt auf ihn aufmerksam. Das Musikmagazin «Rolling Stone» lobt die Stücke in höchsten Tönen. Kurz darauf bekommt Gagneux Einladungen an renommierte Rock- und Metalfestivals. Und so wurde aus dem Soloprojekt mit Laptop eine 6-köpfige Band mit Management. Und es entstand ein neuer Sound, der alles gleichzeitig ist: brachial und zerbrechlich, verstörend und betörend.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)