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Besuch beim Sechseläuten Als Auslaufmodell voll im Basler Auftritt in Zürich integriert

In Basel streicht die Stadt dem Sportmuseum Gelder, in Zürich präsentiert sich die Stadt aber stolz mit dem Sportmuseum.

Das Schweizer Sportmuseum in Münchenstein ist mit von der Partie, wenn sich Basel-Stadt am 16. April in Zürich beim Sechseläuten als Gastkanton präsentiert. Und zwar mit historischen Hochrädern aus dem 19. Jahrhundert. Damit will sich Basel in Zürich auch als Sportstadt präsentieren - und zwar für einmal jenseits von Roger Federer oder dem FCB.

Das stört vermutlich nicht nur SP-Grossrat Thomas Gander. Der begrüsst zwar einerseits den Sportmuseum-Auftritt in der Limmatstadt ausdrücklich. Aber ihm stösst sauer auf, dass «man zwar einerseits noch so gerne auf den historischen Fundus des Museums zurückgreift», aber «andererseits das Museum nicht mehr finanziell unterstützen mag.»

Damit spielt Gander auf die Museumsstrategie der Basler Regierung an, die das Sportmuseum ab 2019 nicht mehr als thematischen Schwerpunkt sieht und darum auch kein Geld mehr geben möchte.

Sabine Horvath, Leiterin vom Basler Stadt-Marketing, geht auf diese Argumentation nicht ein. Gegenüber dem Regionaljournal sagt sie nur: «Wir haben alle Formationen angefragt, ob sie gerne dabei wären, auch das Sportmuseum.» Und von dort sei dann schliesslich eine Zusage gekommen.

Früherer Basel-Besuch endete im Eklat

Basels Besuch beim Zürcher Traditionsanlass ist keine Première. Bereits 1993 war Basel-Stadt Gastkanton. Damals passierte allerding ein Unglück, zumindest aus Zürcher Sicht; anstatt zu verbrennen, stürzte der Böög vom Holzhaufen hinunter auf die Wiese. Das Holz brannte, der Böög nicht.