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Mit einem Pop-up-Coiffeursalon wollen zwei grosse Basler Coiffeur-Geschäfte Junge für ihren Beruf begeistern.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 18.11.2019.
abspielen. Laufzeit 03:51 Minuten.
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Coiffeur-Krise Basler Coiffeure treten Flucht nach vorne an

Billig-Coiffeure mit Dumping-Löhnen bringen Basler Coiffeure in Zugzwang.

Basler Coiffeure stellen fest, dass das Interesse an Lehrstellen in den letzten Jahren massiv gesunken ist. Massimiliano Troia, Chefexperte und Vorstandsmitglied des Basler Coiffeur-Verbandes sagt: «Früher hatten wir jede Woche fünf, sechs Bewerbungen für eine Lehre, heute sind es noch etwa zwei pro Monat.»

Billigsalons verderben das Image

Die gesunkene Attraktivität führt Troia auf das Image des Coiffeur-Berufs zurück. Dieses habe massiv gelitten durch das Auftreten der vielen Billig-Coiffeure in der Stadt, welche manchmal für 15 Franken die Haare schneiden und teilweise Dumpinglöhne zahlen würden.

Wir wollen junge Leute für unseren Beruf begeistern.
Autor: Dominik HeinisCoiffeur

Die beiden grossen Basler Coiffeur-Geschäfte Kopfwerk und Hauptsache treten darum die Flucht nach vorne an und wollen nächstes Jahr einen neuartigen Pop-up-Salon in der Innenstadt eröffnen. Einer der Initianten ist der Coiffeur Dominik Heinis. Er sagt: «Wir wollen damit junge Leute für unseren Beruf begeistern und sichtbarer werden mit unserer Leidenschaft.»

Verfehlungen bei 75% aller Kontrollierten

Nicht nur in Basel, auch in anderen grösseren Schweizer Städten ist Lohndumping im Coiffeur-Gewerbe ein wachsendes Problem. Die paritätische Kommission Coiffure hat darum 2019 die Kontrolltätigkeit verstärkt und macht neu auch unangemeldete Kontrollen. Eine provisorische und noch unveröffentlichte Bilanz der Kontrollen 2019 zeigt, dass bisher drei Viertel aller in Basel kontrollierten Betriebe Verfehlungen bei Lohn und Arbeitsbedingungen begangen haben.

Wir haben ein Riesenproblem in Basel.
Autor: Massimiliano TroiaVorstandsmitglied Coiffure Suisse BS

Massimiliano Troia vom Coiffeur-Verband sagt darum: «Wir haben ein Riesenproblem in Basel.» Auch sein Verband wird nun aktiv und plant im nächsten Frühling einen runden Tisch mit den Ausbildungsbetrieben, dem Amt für Berufsbildung und der Berufsfachschule.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Ach was, auch in Basel nicht nur in Bern ein Problem. Kontrollen nur mit Polizei. Wenn dann Missstände aufgedeckt werden: Läden dicht machen - für immer. Aber eben, die Bürgerlichen wollen ja solche Zustände. Sonst wären die Gesetze längst scharf und fehlbare Budenbesitzer würden auch eingesperrt. Dann muss dieses Gewerbe selber radikal über die Bücher und sofort damit aufhören ungenügende Anstellungsbedingungen anzubieten.
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  • Kommentar von Nicole Meier  (Oliv)
    Liebe Coiffeurmeister und Coiffeurverbändler.
    Natürlich wird ein Teil eures Nachwuchsproblems auf die Billigcoiffeure zurück zu führen sein. Wenn ich bedenke, wieviel ich bei Euch als Frau für´s Haare schneiden bezahle und wieviel bei Euch eine Coiffeuse verdient?!!! Kann ich nur sagen, es geschieht euch recht!
    Wer mit über 40 Jahren nur 4’000.- brutto verdient, ohne 13. ML, gleich wie Lehrabgänger, kann nicht Werbung für Coiffeure machen!
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