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Ein bisschen Glück gehöre auch dazu
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 09.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.
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Corona-Fazit Baselbieter Regierung gibt sich gute Noten, trotz Loch in Kasse

Neben den Kosten für die Hilfspakete werden auch die Gesundheitskosten und Steuerausfälle verhindern, dass es zum budgetierten Überschuss von 37 Millionen Franken kommen wird.

Die Coronakriese habe sie insgesamt gut gemeistert, findet die Baselbieter Regierung und gab sich dafür an einer Medienkonferenz am Dienstag gute Noten. «Paradebeispiel war die Soforthilfe», sagte Regierungspräsident Isaac Reber. «Da haben wir so was wie einen Volltreffer gelandet.»

Mit der Soforthilfe haben wir sowas wie einen Volltreffer gelandet.
Autor: Isaac ReberRegierungspräsident

Man habe das Schlimmste hinter sich, bilanzierte Gesundheitsdirektor Thomas Weber. Jetzt, wo sich die Situation entspannt habe, werde man wieder vermehrt auf Eigenverantwortung setzen. Die Einhaltung der Schutzrichtlinien werde aber weiter notwendig bleiben.

Nach einer ersten Bilanz hat die Regierung Massnahmen getroffen, um rasch und effizient auf eine mögliche zweite Welle oder weitere Pandemien reagieren zu können. Konkret baue der Kanton ein Interventionsmanagement-System auf, das in den regulären Verwaltungsstrukturen integriert werde, sagte Weber.

Dies, obwohl die Infrastruktur, die das Kantonsspital Baselland aufgrund der Krise hochgefahren hatte, längst nicht ausgelastet war. «Wir hatten eben auch Glück», sagte Weber mit Blick auf einen Gottesdienst in Mulhouse, bei dem sich sehr viele Menschen angesteckt hatten. «Hätte diese Veranstaltung in Muttenz oder Pratteln stattgefunden, wäre der Coronahotspot bei uns gewesen.» Und dann hätte man deutlich mehr Spital-Infrastruktur gebraucht als jetzt tatsächlich nötig gewesen war.

Corona reisst Loch in Baselbieter Kasse

Der Kanton wird an den Folgen der Pandemiemassnahmen finanziell noch lange zu nagen haben. Vom budgetierten Überschuss in der Kantonsrechnung 2020 in der Höhe von 37 Millionen Franken hat sich der Kanton verabschiedet. Gerechnet wird mit einem Defizit in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Regierung habe einen guten Eindruck hinterlassen bei ihrem gemeinsamen Auftritt, bilanzierte SRF-Redaktor Georg Halter nach der Medienkonferenz. Nachdem sie in der ersten Phase teils zu zurückhaltend war und sogar während Stunden nicht erreichbar gewesen sei, habe man mittlerweile den Eindruck, sie habe das Heft in der Hand und sei handlungsfähig.

SRF 1, Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christoph Hollenstein  (ch18)
    "Die Regierung hat das Heft in die Hand genommen": wer hat die Testcenter aufgebaut? Wer hat überhaupt die wichtigen Stellen zusammengerufen und tragfähige Konzepte erarbeitet, diese innert 72 h realisiert? Nicht die Regierung, nicht der kantonsärztliche Dienst, sondern die Ärztegesellschaft Baselland! Ihr wurde dankbar zugeschaut (und zugedient), weil rasch erkannt wurde, dass ohne deren Einsatz (bzw. dem Einsatz dann auch deren Mitglieder in den Testcentern) nur eines evident bliebe: Ohnmacht.
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