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Für die Museen kommt die Wiedereröffnung überraschend früh
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 06.05.2020.
abspielen. Laufzeit 03:45 Minuten.
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Corona-Lockerungen Museen in der Region öffnen wieder

Unter strengen Auflagen dürfen die Museen am 11. Mai wieder öffnen - früher, als sie erwartet hatten.

In den letzten Tagen war hinter den Kulissen des Basler Kunstmuseums so einiges los. Der Entscheid des Bundesrats, dass Museen ab dem 11. Mai nach zwei Monaten Schliessung wieder Besucherinnen und Besucher empfangen dürfen, sei unerwartet gekommen, heisst es dort.

Voraussetzung für die Wiedereröffnung ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz der Besucherinnen und Besucher und des Personals vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. «Es ist ein Kaltstart- für uns aber auch für unsere Besucherinnen und Besucher. Wir werden sehr vorsichtig öffnen», so Matthias Schwarz, Leiter Finanzen im Kunstmuseum Basel.

Absperrbänder müssen montiert werden, damit Besucherströme am Dienstag massnahmegerecht ins Museum geführt werden können und die 2-Meter-Regel eingehalten werden kann. Dass das Museum nun endlich wieder seine Tore öffnen könne, sei auch aus finanzieller Sicht eine grosse Erleichterung, so Schwarz.

Abgesperrte Ausstellungen, abgesagte Vernissagen

Die Massnahmen sind einschneidend. Alle Basler Museen dürfen nur eine gewisse Anzahl Besucherinnen und Besucher zeitgleich ins Haus lassen. Beim Basler Kunstmuseum sind es 500, währen im Museum BL in Liestal nur gerade 50 Personen erlaubt sind - Personal eingeschlossen. Gerade die Ausstellungen im Museum BL erschweren die Einhaltung der strengen Massnahmen. «Viele unserer Ausstellungen sind interaktiv. Da kann man Gegenstände anfassen, Spiele spielen oder Hörstationen betätigen. Da ist es schlicht nicht möglich, diese Regeln einzuhalten", so der Leiter des Museums Baselland, Marc Limat. So bleibt rund die Hälfte des Museums auch nach dem 11. Mai geschlossen.

Auch im Naturhistorischen Museum Basel können nicht alle Ausstellungn ab nächter Woche besucht werden. Zu gross ist die Gefahr einer Ansteckung. Trotzdem sei es wichtig, ein Stück weit Normalität einkehren zu lassen, sagt der Co-Direktor des Museums, David Alder: «Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern einen möglichst normalen Aufenthalt ermöglichen. Denn das Bedüfnis mal etwas anderes als die eigenen vier Wände zu sehen, ist gross».

Die Auswirkungen des Corona-Virus sind auch beim geplanten Programm der Museen spürbar. So verschiebt beispielsweise das Kunstmuseum die geplante Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Kara Walker auf nächstes Jahr.

Regionaljournal Basel, 17:30;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Küng  (NestorBS)
    Ich stelle einmal mehr fest, dass unsere Schlauen in Bundesbern eine komische Logik haben. Im Draussen ist es weniger gefährlich als Drinnen um sich anzustecken. Deshalb müssen ZOOS geschlossen bleiben und die Museen offen haben. Nebenbei kann man auch in ZOOS Absperrlinien usw einsetzen. Also von Intelligenz nicht viel zu sehen!
  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Eine weitere behördliche "Logik-Blüte": Museen öffnen wieder, aber Kirchen müssen noch einen Monat geschlossen bleiben. Man kommt wirklich nicht umhin darin eine (versteckte) Absicht zu Sehen. Höchst enttäuschend von Kirchenorgane, die diesem "Treiben" nicht mit Rückgrat begegnen.
    1. Antwort von Ernst Küng  (NestorBS)
      Sie können ja auch zuhause beten, wenn es dann schon sein muss. Zudem werden diese sowieso immer leerer.
  • Kommentar von Amina Moser  (Amina)
    Was spricht nun also gegen die rasche Öffnung des Basler Zolli??? Ist noch unsicher wieviel Abstand wir zu Löwen und Co. einhalten sollen?